Ausflugstipps

Das Züribiet auf zwei Rädern – fünf tolle Velotouren in deiner Region

Oliver Schneider, 12. Mai 2022, 05:38 Uhr
Für Velobegeisterte hat das Züribiet so einiges zu bieten. Wir stellen fünf der schönsten Touren der Region vor. Sie sind unterschiedlich anspruchsvoll, doch haben etwas gemeinsam: Sie liegen am Wasser.
Mit dem Velo das Züribiet erforschen: Das schöne Wetter und die verschiedenen Routen garantieren Spass.
© IMAGO / CHROMORANGE

Nach den schönsten Wanderrouten in und um Zürich wollen wir heute all jenen ein paar Tipps geben, die lieber auf dem Sattel unterwegs sind. Hier sind fünf Velotouren im Züribiet, die du dir nicht entgehen lassen solltest.

In den Sihlwald (und wieder zurück)

Länge: 15 bis 30 Kilometer
Dauer: 1.5 bis 3 Stunden

Unsere erste Tour ist familienfreundlich, denn starke Steigungen gibt es hier nicht. Sie startet in der Stadt Zürich, am besten gleich dort, wo die Sihl unter dem Hauptbahnhof verschwindet. Von dort aus geht es dem Fluss entlang Richtung Sihlcity. Dort angekommen, lassen wir den Stadtverkehr hinter uns und fahren über die Allmend und unter der Autobahn hindurch. Nun geht es durch die Wälder und Örtchen des Sihltals weiter. Dabei wechseln wir immer mal wieder die Flussseite. Beizen und lauschige Plätzchen am Ufer laden zum Verweilen ein.

Das erste Zwischenziel der Tour ist das Besucherzentrum des Wildnispark Sihlwald, wo Spielplatz, Feuerstelle und viel Natur auf uns warten. Nun gibt es mehrere Möglichkeiten: Entweder wir bleiben im Tal und besuchen den urtümlichen Sihlwald. Dann bietet sich später die Rückfahrt der Sihl entlang an. Wer nicht mehr treten mag, nimmt die Sihltalbahn S4 in Langnau-Gattikon zurück nach Zürich. Wer noch etwas Puste hat, fährt über den Zimmerberg an den Zürichsee und von dort zurück in die Stadt. Dann lässt sich noch eine Pause am Gattiker Waldweiher einlegen.

Die Strecke rund um den Zürichsee verlangt den Beinen einiges ab, belohnt aber dafür die Augen.

© IMAGO / YAY Images

Von Schwamendingen nach Deutschland

Länge: 30 bis 60 Kilometer
Dauer: 2.5 bis 5 Stunden

Auch die zweite Route führt einem Fluss entlang. Los geht's beim Auhölzli, bei der Endhaltestelle des Trams Nr. 11 und nicht weit entfernt von der ZüriToday-Redaktion. Wir folgen von hier aus der Glatt. Zunächst nach Opfikon, dann entlang des Flughafens - idyllisches Flüsschen auf der einen, startende Jets auf der anderen Seite. Ab Oberglatt geht es kurz über Felder nach Bülach, von wo aus die Strecke entlang des Flusses weitergeht.

Erstes Zwischenziel ist Rheinsfelden, wo die Glatt in den Rhein einmündet. Nun können wir entweder über die Brücke beim dortigen Kraftwerk einen Abstecher nach Deutschland machen oder wir fahren gleich weiter Rhein-aufwärts nach Eglisau. Das Städtchen mit seiner historischen Altstadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Diejenigen, die mit ihren körperlichen Kräften noch nicht am Ende sind, fahren auf direktem Weg über Bülach, Kloten und Opfikon zurück. Alle anderen nehmen die S9 vom Bahnhof Eglisau.

Wohin verschlägt es dich mit dem Göppel? Schreib es uns!

Auf den Üetliberg und zurück durchs Reppischtal

Länge: 15 Kilometer
Dauer: 2 Stunden

Die Fahrt auf den Üetliberg ist ein Klassiker unter den Velotouren im Züribiet. Wenn man erstmal die rund 400 Höhenmeter auf den Zürcher Hausberg erklommen hat, gibt es so einige Optionen. Wir haben uns dafür entschieden, gleich wieder runterzufahren. Doch der Reihe nach: Startpunkt ist die Sihlcity, von wo aus es erst ein Stück durch die Allmend und dann direkt neben dem Üetlibergtunnel steil nach oben geht. Nach einem kurzen Stück Richtung Leimbach, nehmen wir die Veloroute, die im Zickzack auf den Albisgrat führt.

Oben angekommen nehmen wir die Hatzentalstrasse hinunter nach Sellenbüren. Damit sind wir im Tal des Flüsschens Reppisch angekommen. Es führt vom Türlersee - ebenfalls eine beliebtes Velotour-Ziel - bis nach Dietikon. Wir folgen der Reppisch einige Kilometer. Der Vorteil: Das Tal fällt sanft ab. So können wir uns prima von der Fahrt auf den Üetliberg erholen. Allerdings nicht lange, denn im Weiler Landikon biegen wir rechts ab, durch den Wald hinauf nach Ringlikon, wo die Uetliberg-Bahn vorbeifährt. Wir überqueren ihre Gleise und lassen die Tour auf dem gemütlichen Weg hinab zum Triemli ausklingen.

Das Tösstal ist auch für Biker ein tolles Ausflugsziel.

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Auf der Suche nach dem Ursprung der Töss

Länge: 50 Kilometer
Dauer: 4.5 Stunden

Und schon wieder eine Flusstour, diesmal der idyllischen Töss entlang bis zu einer ihrer Quellen. Startpunkt ist das Örtchen Kemptthal vor den Toren von Winterthur. Von hier aus fahren wir ein Stück Richtung Norden auf der Strasse. Bald taucht aber rechter Hand die Töss auf, der wir nun flussaufwärts folgen. Plätzchen am Fluss, grüne Wiesen und die verschiedenen Örtchen im Tösstal mit ihren Gaststätten laden zum Verweilen ein. Die Strecke führt meistens direkt am Fluss entlang. Umwege sind ausgeschildert.

Kurz nach Steg macht die Töss eine scharfe Kurve, der wir folgen. Bald lassen wir die letzten Ortschaften hinter uns und sind im wilden Teil des Tösstals angekommen. Der Wald wird dichter, die Hänge steiler, der Fluss schmaler - manchmal verschwindet er sogar komplett. Bei der Tössscheidi fliessen verschiedene Bäche mit dem gleichen Namen zusammen. Wir folgen der hinteren Töss, bis wir auf einen eindrucksvollen Wasserfall und das Ziel dieser Tour stossen. Zurück geht es anschliessend wieder nach Steg, wo wir die S-Bahn Richtung Winterthur oder Rapperswil nehmen können.

Rund um den Zürisee

Länge: 93 Kilometer
Dauer: 7.5 Stunden

Die Route rund um den Zürichsee ist eigentlich Standard für alle Gümmeler, trotzdem gehört sie natürlich auf unsere Liste der Velotouren im Züribiet. Zwei Dinge gibt es dabei zu beachten. Erstens: Mit mehr als 90 Kilometern Länge braucht es gewisse Ausdauer - oder eine Unterteilung in zwei Etappen. Und zweitens: Mangels durchgehender Velowege muss öfters mal auf Autostrassen gefahren werden. Trotzdem ist die Strecke vor allem bei Badewetter mit Blick auf die Berge ein echtes Erlebnis.

Die Rundtour startet am Bürkliplatz in Zürich. Nun geht es links (aber am rechten Seeufer) dem Ufer entlang über Bellevue, Goldküste und Rapperswil nach Schmerikon, wo das Zwischenziel erreicht wird. Auf der anderen Seeseite führt der Weg dann abwechselnd am Wasser entlang, durch den Wald oder durch den Hang über dem Ufer. Für alle, die nicht die ganze Strecke in Angriff nehmen wollen, hier zwei Möglichkeiten: Entweder in Rapperswil über den Seedamm nach Pfäffikon. Oder auf dem Veloweg Nr. 66 direkt zurück nach Zürich. Viel Spass und fahrt vorsichtig!

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 26. März 2022 08:55
aktualisiert: 12. Mai 2022 05:38
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