Wildes Kraut

Jetzt geht das Bärlauch-Pflücken wieder los

Simone Brändlin, 20. März 2022, 08:05 Uhr
Die Bärlauch-Saison hat auch Zürich erreicht. Im Frühling duftet es in den Wäldern rund um Zürich nach Knoblauch. Wir sagen dir, wo du am besten deinen eigenen Bärlauch pflücken kannst und worauf du unbedingt achten musst.
Mitte März beginnt die Bärlauchsaison. Vielerorts duftet es bereits nach Bärlauch.
© KEYSTONE/Martin Ruetschi

Viele Hobby-Köche und passionierte Feinschmecker pflücken ihren Bärlauch-Vorrat am liebsten selbst. Und dafür musst du in Zürich nicht weit umher ziehen. Deine Nase und der prägnante Bärlauchgeruch sind ein gutes Paar, um am Wochenende erfolgreich Bärlauchbeute zu machen.

Von Mitte März bis Anfang Mai findest du die Wildkräuter vor allem in Auenwäldern (nicht zu verwechseln mit Auenland) und feuchten Laubwäldern an schattigen und humusreichen Stellen vor. Die Bärlauchpflanze zählt zu den sogenannten Frühblühern und speichert so die Nährstoffe in einer Zwiebel. Bei den ersten Sonnenstrahlen nutzt sie die Zwiebel, um auszutreiben. Dank seiner schwefelhaltigen Lauchöle ist der Bärlauch früh am Geruch zu erkennen. Ungefähr einen Monat später, bildet die Pflanze weisse Blüten und ist bereit für die Ernte.

Genau jetzt ist die beste Gelegenheit in den umliegenden Wäldern nach dem wilden Kraut Ausschau zu halten und sich die Taschen voll zu ernten. Rund um Zürich wirst du daher an folgenden Orten sicherlich fündig:

1. Werdinsel

Die Werdinsel lädt bei schönen Frühlingswetter zu einen gemütlichen Spaziergang ein.Und mit etwas Glück kannst du auch einige der hier ansässigen Vogelarten beobachten. Ausserdem spriesst auf der Werdinsel der Bärlauch, den du einfach pflücken und mit nachhause nehmen kannst.

2. Chäferberg

Auch der hauseigene Chäferberg ist prädestiniert für Bärlauchliebhaber. Nach einer kleinen Wanderung lässen sich so nebenbei noch die Zutaten für das Abendessen pflücken.

Die Pflanzenart ist verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.
© KEYSTONE/Sigi Tischler

3. Zürichberg

Hattest du geplant, dein Wochenende auf dem Zürichberg zu verbringen? Sehr gut. Auch hier wirst du beim Sammeln fündig und kannst nach Herzenslust den Bärlauch pflücken.

Das Wochenende lädt wieder auf den Zürichberg zum Bärlauch sammeln ein. (Archivbild)
© WALTER BIERI/KEYSTONE

4. Uetliberg

Am Uetliberg darf auch noch Bärlauch gesammelt werden. Die vor wenigen Jahren überarbeitete Verordnung lässt auch weiterhin das nicht-gewerbliche Sammeln von Bärlauch, Beeren und häufigen Fungusarten in der Waldschutzzone zu. Das Gebiet zeichnet sich vor allem durch eine grosse Dichte an Pflanzenarten aus.

Wo gehst du am liebsten Bärlauch pflücken? Verrate uns doch deinen Lieblingsort. 

5. Sihlwald

Der Zürcher Wildnispark zeichnet sich besonders durch eine reichhaltige Bärlauchverbreitung aus. Allerdings ist der Sihlwald längst kein Geheimtipp mehr. Dennoch lockt er – im richtigen Moment – mit einem unglaublichen Meer an Bärlauch. Man hat das Gefühl er wächst einfach überall. Eine wahre Freude für alle Bärlauch-Fans.

Der Frühling bringt die ganze Bandbreite frühblühender Pflanzen zum Vorschein. 

© KEYSTONE/Sigi Tischler

Was kann der Bärlauch alles?

Der Bärlauch gilt als wahres Kräuterwunder. So wirken die frischen Blätter verdauungsfördernd und senken leicht den Blutdruck. Ausserdem besitzt der Bärlauch einen sehr hohen Gehalt an Vitamin C. 100 Gramm Bärlauch können bis zu dreimal so viel Vitamin C beinhalten wie 100 Gramm Zitrone. Und wenn wir ehrlich sind, essen wir doch alle lieber Bärlauch als in eine Zitrone zu beissen.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 20. März 2022 08:05
aktualisiert: 20. März 2022 08:05
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