Zufrieden trotz Millionenverlust

Die Modernisierung der Appenzeller Bahnen stand an der GV nochmals im Mittelpunkt.
Die Modernisierung der Appenzeller Bahnen stand an der GV nochmals im Mittelpunkt. © pd
Die Appenzeller Bahnen (AB) haben im 2018 einen Verlust von 1,5 Millionen Franken gemacht. Auch bei den Fahrgästen gab es einen kleinen Einbruch. Trotzdem wird das Geschäftsjahr positiv beurteilt.

Das Geschäftsjahr 2018 war für die Appenzeller Bahnen (AB) speziell: 16 neue Züge und die neue Strecke durch den Ruckhaldetunnel wurden in Betrieb genommen. Die Anzahl Reisender ist um drei Prozent gesunken, die Erträge durch diese Fahrgäste konnten trotzdem gesteigert werden (vier Prozent). «Der Rückgang der Nachfrage ist im Wesentlichen auf den sechsmonatigen Unterbruch zwischen St.Gallen und Teufen zurückzuführen», heisst es. Erste Auswertungen aus dem Jahr 2019 weisen darauf hin, dass mit dem neuen Angebot die Fahrgastzahlen wieder deutlich ansteigen.

Beim Geschäftsjahr besonders ins Gewicht gefallen ist die Inbetriebnahme der neuen Strecke mit dem Ruckhaldetunnel. Am 7. Oktober war Eröffnung des über 700 Meter langen Tunnels. Die elf neuen «Tangos» auf der Linie Trogen-St.Gallen-Appenzell sowie die fünf «Walzer» auf der Linie Gossau-Appenzell-Wasserauen wurden neu angeschafft.

Für 2018 wird ein Verlust von 1,5 Millionen Franken ausgewiesen. «Der Geschäftsverlauf kann trotzdem als positiv beurteilt werden.» Erwartet wurde ein deutlich höherer Verlust: «Dennoch bleibt die Lage weiterhin anspruchsvoll.» Das Ziel sei, die Auslastung der Züge in den kommenden Jahren zu erhöhen. Bei den AB stehen weitere Grossprojekte wie das Servicezentrum in Appenzell, die netzweiten Perronerhöhungen und die Ortsdurchfahrt Teufen an.

(red.)


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