Zwei torlose Partien in der Champions League

Mohamed Salah und der FC Liverpool kamen für einmal nicht auf Touren
Mohamed Salah und der FC Liverpool kamen für einmal nicht auf Touren © KEYSTONE/EPA/PETER POWELL
Das Achtelfinal-Hinspiel zwischen Liverpool und Bayern München bietet nicht das erhoffte Spektakel und endet 0:0. Auch das Duell zwischen Lyon und Barcelona bringt keine Tore.

Es ist die Affiche dieser Champions-League-Achtelfinals. Der Leader der Premier League gegen den deutschen Rekordmeister, der letztmals 2011 in der Königsklasse vor den Viertelfinals scheiterte. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp gegen seinen langjährigen Widersacher aus der Bundesliga, der ihn 2008 beinahe verpflichtet hätte. In Anfield, diesem legendären Stadion, wo die Stimmung so wunderbar sein kann wie nur in wenigen Arenen.

Erstes torloses Spiel seit Oktober

Doch für einmal schaffte es das Heimteam nicht, den Funken auf die Zuschauer zu übertragen, der legendäre «Kop» blieb ziemlich ruhig. Zwar legte Liverpool nach einer halben Stunde den Vorwärtsgang ein und erspielte sich unter dem Strich ein deutliches Chancenplus, das von Klopp propagierte schnelle Umschaltspiel boten die «Reds» für einmal aber nicht. Xherdan Shaqiri blieb ein Einsatz verwehrt, obwohl das Offensivspiel harzte. Erstmals seit Anfang Oktober blieb Liverpool zuhause ohne Torerfolg.

Das Heimteam war für seine Verhältnisse ungewohnt vorsichtig in die Partie gestartet, der Respekt Klopps in seinem 30. Spiel als Trainer gegen die Bayern war spürbar – auch, weil mit Virgil van Dijk und Dejan Lovren die beiden Stamm-Innenverteidiger fehlten. Die «Reds» spielten kein permanentes Pressing, zogen sich zwischenzeitlich auch etwas zurück, als Folge davon hatten die Bayern in der Startphase deutlich mehr Ballbesitz.

Nach einer halben Stunde drehte das Heimteam auf – und erspielte sich sofort einige sehr gute Chancen. Die beste vergab Sadio Mané, der nach einem durch Niklas Süle abgeblockten Schuss von Naby Keïta alleine vor Manuel Neuer aus der Drehung kläglich verzog (32.). Zuvor hatte Mohamed Salah zweimal aus guter Position vergeben, auch Joel Matip und Roberto Firmino bot sich vor der Pause noch die Chance zur Führung.

Rückkehr ohne Schaden

Die ohne den gesperrten Thomas Müller und den verletzten Leon Goretzka angetretenen Bayern begnügten sich damit, ohne Schaden nach München zurückzukehren. Robert Lewandowski, mit acht Toren der bisherige Topskorer in der Champions League, trat kaum in Erscheinung. Die Dienste des Polen sind aber vor allem im Rückspiel in drei Wochen gefragt, in dem die Bayern auf Joshua Kimmich verzichten müssen. Der Aussenverteidiger ist gesperrt.

Wenige Höhepunkte bot auch die Partie zwischen Olympique Lyon und dem FC Barcelona, einem Duell zweier in dieser Kampagne noch ungeschlagenen Teams. Dem Gastgeber hatte sich schon früh die Chance zum 1:0 geboten, den Schuss Martin Terriers lenkte Barcelonas Torhüter Marc-André ter Stegen mirakulös an die Latte (9.). Die beste Chance für die in der Schlussphase klar besseren Gäste vergab Luis Suarez in der 70. Minute, als er glänzend freigespielt, den Ball neben das Tor setzte.

«Spiel, von dem wir immer geträumt haben»

«Es ist ein Spiel, von dem wir immer geträumt haben», hatte Lyons Präsident Jean-Michel Aulas vor der Partie gesagt. Zumindest vom Weiterkommen und der ersten Viertelfinal-Qualifikation seit neun Jahren darf der Tabellendritte der Ligue 1 weiterhin träumen, zumal Lyon im Rückspiel der gesperrte Nabil Fekir wieder zur Verfügung stehen wird.

(SDA)


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