21’000 Miete für Asylzentrum Sonneblick

Der "Sonneblick" in Walzenhausen wird zum Durchgangszentrum umfunktioniert.
Der "Sonneblick" in Walzenhausen wird zum Durchgangszentrum umfunktioniert. © pd
Der Kanton und die Stiftung Sonneblick haben den Mietvertrag für das umstrittene Asylzentrum in Walzenhausen unterzeichnet. Der Betrieb soll vom Kanton St. Gallen geführt werden.

Nun ist es fix. Der “Sonneblick” in Walzenhausen wird ein Asyl-Durchgangszentrum. Wie der Ausserrhoder Regierungsrat mitteilt, hat er mit der Stiftung einen Mietvertrag über zehn Jahre für eine ordentliche Belegung mit 80 Personen abgeschlossen. Die monatliche Miete beläuft sich auf 21‘000 Franken. Darin enthalten seien Mobiliar und Einrichtungen sowie zusätzliche Anfangsinvestitionen.

Geklärt ist auch, wer das umstrittene Asylzentrum betreiben wird. Der Regierungsrat hat die selbständige Betriebsführung des Asyl-Durchgangszentrums Sonneblick einer Betriebsführung durch den Kanton St.Gallen gegenübergestellt. Das frühere Durchgangszentrum Alpenblick hat Ausserrhoden laut Mitteilung noch selber geführt. Für die „Landegg“ wurde 2009 eine Vereinbarung mit dem Kanton St.Gallen geschlossen. “Diese Zusammenarbeit hat sich bewährt, ist eingespielt und bietet beiden Kantonen Vorteile”, lautet das Fazit.

Der Ausserrhoder Regierungsrat hat deshalb beschlossen, wieder auf das Fachwissen des Kantons St.Gallen zu setzen. Die St.Galler Regierung hat grünes Licht gegeben. Die Zusammenarbeit habe für beide Seiten Vorteile. Die Schwankungen im Asylbereich können besser aufgefangen werden. Zudem falle die Unterbringung und Betreuung der Asylsuchenden kostengünstiger aus.

Im Herbst wird der Ausserrhoder Regierungsrat die Öffentlichkeit über den Stand der Arbeiten und die weiteren Schritte informieren. Insbesondere sollen im Vorfeld der Betriebsaufnahme die Bevölkerung und die Gemeindebehörden von Walzenhausen nochmals näher informiert werden. Für die Anwohnerinnen und Anwohner wird zu gegebener Zeit und unter Mitwirkung des Gemeinderats ein runder Tisch einberufen.

(pd/red.)


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