29-Jähriger Koch organisierte das Nazi-Konzert

Das Rechtsrock-Konzert in Unterwasser SG hat ein juristisches Nachspiel.
Das Rechtsrock-Konzert in Unterwasser SG hat ein juristisches Nachspiel. © Keystone/AP/
Die Spuren führen nach Rapperswil-Jona und ins Zürcher Oberland: Der Deutsche Matthias Melchner, der in dieser Gegend wohnhaft ist, soll die Verträge für das Konzert in Unterwasser unterschrieben haben. Dazu soll er Mitbesitzer eines Tattoostudios in Jona sein.

Die Tennishalle in Unterwasser gemietet und das Gastwirtschaftspatent für das Neonazi-Konzert beantragt, hat gemäss der Südostschweiz Matthias Melchner. Ein Deutscher welcher im Zürcher Oberland lebt und das Tattoostudio Barbarossa in Jona SG mitbetreibt. Der Deutsche hat laut Szenen-Kennern Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen.

Der 29-Jährige arbeitete als Koch in verschiedenen Betrieben in der Region. Für ehemalige Arbeitskollegen von Matthias Melchner ist es keine grosse Überraschung, dass Melchners Name im Zusammenhang mit der Rechtsextremen Szene auftaucht. Wie sie gegenüber Blick erzählen, hätte der Deutsche immer wieder mal rechte Sprüche fallen lassen oder von seiner Sammlung verbotener Bücher aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges erzählt. Aber der Neonazi arbeitete offenbar problemlos mit ausländischen Arbeitskollegen zusammen.

(red)


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