Abgeklärter Meister siegt in Bern

Der Davoser Marc Aeschlimann (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 3:1 mit seinem Teamkollegen Beat Forster.
Der Davoser Marc Aeschlimann (rechts) jubelt nach seinem Tor zum 3:1 mit seinem Teamkollegen Beat Forster. © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Bern kassiert gegen Davos nach zuletzt sechs Heimsiegen in Serie wieder einmal eine Niederlage. Gegen den abgeklärten Meister setzt es im emotionsgeladenen Klassiker vor 16’895 Zuschauern ein 2:5 ab.

Die ohne den verletzten Kanadier Sean Bergenheim (Muskelverhärtung) nur mit drei Ausländern angetretenen Berner waren bei nummerischem Gleichstand zwar das bessere Team, doch Davos erwies sich in den entscheidenden Momenten als die clevere Mannschaft und zeigte sich ausserdem äusserst effizient.

Ein harter Check von SCB-Stürmer Trevor Smith an Andres Ambühl löste in der 13. Minute eine Keilerei aus, was eine Strafenflut zur Folge hatte. In der anschliessenden 4-gegen-3-Überzahlsituation brachte der Schwede Marcus Paulsson den HCD mit seinem neunten Saisontreffer in Führung. Das 2:0 kurz vor der ersten Pause fiel durch einen Weitschuss des 19-jährigen Verteidigers Marco Furrer. Für den vom EV Zug ausgeliehenen Juniorenspieler war es die Torpremiere in der Nationalliga A.

Simon Moser war es, der den SCB in der 37. Minute mit dem bereits 24. Berner Powerplay-Tor in dieser Saison ins Spiel zurück brachte. Doch Davos reagierte prompt und stellte noch vor der zweiten Pause den Zweitore-Abstand durch Marc Aeschlimann wieder her. Beat Gerber brachte die Gastgeber acht Minuten vor Schluss nochmal auf 2:3 heran, ehe die Bündner durch zwei Treffer ins leere Tor von Topskorer Perttu Lindgren und Samuel Walser auf 5:2 erhöhten.

Angesichts der Spielverhältnisse fiel das Resultat zwar zu hoch aus, doch der vierte Davoser Sieg de Suite war verdient. Die Berner zeigten sich durchaus bemüht, Ungenauigkeiten und fehlende Präsenz vor dem gegnerischen Tor führten jedoch zur bereits sechsten Niederlage in Folge gegen den HCD.

Bern – Davos 2:5 (0:2, 1:1, 1:2)

16’895 Zuschauer. – SR Eichmann/Stricker, Bürgi/Küng. – Tore: 13. Paulsson (Lindgren, Setoguchi/Ausschluss Smith) 0:1. 20. (19:22) Forrer (Paulsson) 0:2. 37. Moser (Plüss, Blum/Ausschluss Sciaroni) 1:2. 39. Aeschlimann (Heldner) 1:3. 52. Gerber (Conacher, Rüfenacht) 2:3. 59. Lindgren (Ausschluss Forster) 2:4 (ins leere Tor). 60. (59:45) Walser (Setoguchi, Heldner) 2:5 (ins leere Tor). – Strafen: 6mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Alain Berger, Smith) gegen Bern, 7mal 2 plus 10 Minuten (Forster) plus 5 Minuten (Brejcak) plus Spieldauer (Brejcak) gegen Davos. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Lindgren.

Bern: Bührer; Gerber, Helbling; Jobin, Untersander; Blum, Flurin Randegger; Gian-Andrea Randegger; Alain Berger, Rüfenacht, Scherwey; Pascal Berger, Plüss, Moser; Bodenmann, Smith, Conacher; Roy, Müller, Reichert; Luca Hischier.

Davos: Genoni; Jung, Brejcak; Heldner, Forster; Schneeberger, Ryser; Forrer, Paschoud; Sciaroni, Walser, Ambühl; Marc Wieser, Lindgren, Paulsson; Setoguchi, Egli, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Jörg.

Bemerkungen: Bern ohne Bergenheim, Ebbett, Kobasew, Kreis und Krueger (alle verletzt), Davos ohne Guerra, Kindschi, Du Bois, Corvi (alle verletzt), Axelsson (überzählig). 14. Timeout SCB. 52. Timeout Davos. Bern von 57:38 bis 58:11 und von 58:24 bis 59:45 ohne Torhüter.

(SI)


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