Alle feierten mit Rosberg – nur Hamilton fehlte

Die erste WM-Party stieg bereits nach dem Rennen in der Mercedes-Box
Die erste WM-Party stieg bereits nach dem Rennen in der Mercedes-Box © KEYSTONE/AP/KAMRAN JEBREILI
Nico Rosberg lässt es nach seinem 1. WM-Titel so richtig krachen. Und fast alle feiern mit. Trotz Einladung fehlt einer: Sein unterlegener Mercedes-Teamkollege und entthronte Champion Lewis Hamilton.

Nicht nur die ganze Saison war weltmeisterlich, sondern auch die Feier danach in der «Amber Lounge» am noblen Jachtklub Yas von Sonia Irvine, der Schwester des ehemaligen Formel-1-Piloten Eddie Irvine. Bis in die frühen Morgenstunden feierte der 31-jährige Deutsche im hellblauem Hemd und mit grauer Baseball-Mütze so ausgelassen, dass er am Montagmorgen gleich drei Versuche brauchte, um ausgewählten Journalisten via Sprach-WhatsApp für die Zusammenarbeit in der abgelaufenen Saison zu danken.

Von seinen Rennfahrerkollegen sangen, tanzten, tranken und feierten fast alle mit: Sebastian Vettel, Daniel Ricciardo, Max Verstappen, Nico Hülkenberg, Valtteri Bottas, Carlos Sainz, Romain Grosjean, Kevin Magnussen, Esteban Ocon, Pascal Wehrlein, Felipe Nasr und Marcus Ericsson. Auch die abtretenden Formel-1-Stars Jenson Button und Felipe Massa gaben sich die Ehre und übernahmen in den frühen Morgenstunden gleich das DJ-Pult und legten zuerst den Queen-Klassiker «We Are The Champions» auf. Partygäste berichteten, dass Rosberg auch den von Ricciardo eingeführten «Shoey» (Trinken von Champagner aus einem Schuh) zum besten geben musste.

Dass Hamilton nicht unter den Gästen war, konnten alle Anwesenden verstehen. Der 31-jährige Brite soll gemäss «Daily Mail» ebenfalls in Abu Dhabi seine eigene Party organisiert haben. Mit dabei der Rapper Drake und Hotelerbin Paris Hilton, die das letzte Saisonrennen noch als Gast in der Ferrari-Box verfolgt hatte.

Hamilton, der bei seinem 53. GP-Sieg Rosberg und vor allem die Mercedes-Chef-Etage mit seiner Bremstaktik verärgerte, muss zudem noch mit internen Sanktionen rechnen. Die internen Regeln besagen, dass die Fahrer frei gegeneinander fahren dürfen, dabei aber den Sieg nie aufs Spiel setzen dürfen. Doch genau dies tat Hamilton, als er zum Ende des Rennens Funk-Befehle ignorierte und so langsam fuhr, dass dahinter Sebastian Vettel und Max Verstappen zu Rosberg aufschliessen konnten und den neuen Champions noch hätten zu Fehler verleiten können.

Die Befehls-Verweigerung kam nicht gut an. Teamchef Toto Wolff: «Anarchie funktioniert in keinem Team oder Unternehmen. Auch wenn man die egoistische Fahrweise aus der Rennfahrersicht verstehen kann, hat er klar gegen unsere Regeln verstossen. Das müssen wir nochmals genau ansprechen und schauen, ob wir noch zu Sanktionen greifen müssen.»

(SDA)


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