Als der Helikopter über dem Espenmoos auftauchte

Vom "Helikopter-Spiel" gibt es keine Bilder - nur Erzählungen.
Vom "Helikopter-Spiel" gibt es keine Bilder - nur Erzählungen. © Hannes Thalmann/St.Galler Tagblatt/Archiv
In der aktuellen Ausgabe des Schweizer Fussballmagazins “Zwölf” wird eine alte St.Galler Erinnerung aufgearbeitet. Das legendäre “Helikopter-Spiel” vom April 1985. Damals musste der Schiedsrichter per Rega-Heli aus dem Stadion gerettet werden.

Praktisch jeder Fan des FC St.Gallen mit Jahrgang 1980 oder älter behauptet, am 2. April 1985 im Stadion gewesen zu sein. Und dies, obwohl die Nachtragspartie zwischen dem FC St.Gallen und Neuchâtel Xamax im Espenmoos nur gerade 7500 Personen verfolgten. Im Spiel vom Dienstagabend ging es um viel. Um Prestige, um Geld, um eine mögliche Qualifikation für den Uefa-Cup. Und das Spiel nahm rasant an Fahrt auf.

Das Schweizer Fussballmagazin “Zwölf” bringt in der aktuellen 51. Ausgabe einen schönen Rückblick auf die Höhepunkte der Partie. Und mittendrin natürlich den Schiedsrichter Walter Nussbaumer, der aus heutiger Sicht nochmals auf die Ereignisse zurückschaut.

Zur Erinnerung: Xamax gewann 2:1, der St.Galler Libero Ladislav Jurkemik wurde mit Gelb und anschliessendem Rot vom Platz gestellt, dem FCSG wurde in der ersten Halbzeit ein vermeintlicher Penalty nicht gegeben. Das Publikum tobte, die Wut richtete sich gegen Schiedsrichter Nussbaumer.

Das Schiedsrichtergespann musste über eine Stunde in der Kabine ausharren, draussen randalierten hunderte Fans. Die Polizei bot die Rega auf, diese eskortierte die Schiedsrichter per Helikopter aus dem Espenmoos zur Autobahnraststätte Wildhus. Sanktionen gab es damals gegen den FC St.Gallen keine. Schiedsrichter Nussbaumer attestierte dem Club eine einwandfreie Platzorganisation.

Also: Unbedingte Leseempfehlung fürs aktuelle “Zwölf“. Übrigens nicht nur wegen dieser Geschichte.

(rr)


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