Alternative Bank mit weniger Neukunden – Papierverbrauch legt zu

Die Alternative Bank Schweiz in Olten hat 2015 weniger Neukunden angezogen als noch in den Vorjahren.
Die Alternative Bank Schweiz in Olten hat 2015 weniger Neukunden angezogen als noch in den Vorjahren. © KEYSTONE/PD/PATRICK LUETHY
Die Alternative Bank Schweiz (ABS), die Wert auf positive Wirkungen ihres Geschäfts für die Gesellschaft sowie Umwelt legt und deren Aktivitäten beispielsweise nichts mit der Rüstungsindustrie zu tun haben dürfen, hat 2015 ihr Wachstum verlangsamt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr kamen laut einer Medieninformation vom Mittwoch nunmehr nur noch rund 1000 Neukunden zu ihr. Im Vorjahr waren es noch 2500 neue Klienten und im Jahr 2013 ein Zuwachs bei der Kundschaft um zirka 2000 Personen gewesen.

Nimmt man die Zahl aus dem neuen Management-Informationssystem der Bank, so hat das Geldinstitut mit einer anders gelagerten Berechnungsart im Vorjahresvergleich sogar rund 2600 Kunden verloren.

Die Zahl der Neukunden, die deutlich weniger als in den Vorjahren zugelegt hat, wirkte sich auf zahlreiche Kennzahlen des Jahresabschlusses aus.

So wuchsen die Kundengelder lediglich um 6 Millionen Franken auf rund 1,5 Milliarden Franken. Im Vorjahr hatte die Steigerung noch bei 14,1 Prozent gelegen. Auch Förderkredite, die 2014 noch um rund 17 Prozent auf 136 Millionen Franken zugelegt hatten, vergab die ABS im zurückliegenden Geschäftsjahr weniger. Sie gingen um 8 Prozent auf 126 Millionen Franken zurück.

Insgesamt legten die Kundenausleihungen aber um 6 Prozent auf 1,1 Milliarden Franken zu.

Die Bilanzsumme weitete sich 2015 um 1,1 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken aus – im vorangegangen Geschäftsjahr hatte diese Position um über 15 Prozent zugelegt.

Entgegen der auf Ökologie ausgerichteten Philosophie der Bank entwickelte sich 2015 allerdings auch der Papierverbrauch des Geldinstituts. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg dieser nämlich um 11 Prozent auf rund 400 Kilogramm. Im Vorjahr hatte die ABS noch 13 Prozent an Papierbergen eingespart.

Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn 2015 um 23 Prozent auf 1,4 Millionen Franken, allerdings nur, weil die Bank an bestehenden Rückstellungen für das Kreditgeschäft netto 2,6 Millionen Franken auflösen und als Erfolg verbuchen konnte. Andernfalls hätte ein Verlust resultiert.

(SDA)


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