Ambri bezwingt Servette nach 1:3-Rückstand

Paolo Duca jubelt nach dem Siegtreffer zum 4:3
Paolo Duca jubelt nach dem Siegtreffer zum 4:3 © KEYSTONE/TI-PRESS/SAMUEL GOLAY
Ambri-Piotta setzt sich im einzigen Sonntagspiel gegen Genève-Servette nach einem 1:3-Rückstand mit 5:3 durch. Paolo Duca gelingt 232 Sekunden vor Schluss das matchentscheidende 4:3.

Im Schlussabschnitt lief alles gegen Servette, das vorher zehn der letzten elf Spiele gewonnen und auswärts viermal in Folge gepunktet hatte. Aber die Erfolgs- und Glückssträhne der Genfer riss in der Leventina. Zuerst glichen im Schlussabschnitt Cory Emmerton und Paolo Duca innerhalb von 50 Sekunden zum 3:3 aus. Und in den letzten vier Minuten stellten nochmals Duca (4:3) und Lukas Lhotak (5:3) mit Powerplay-Toren Ambris Heimsieg sicher.

Schon am 16. Oktober, beim zuvor letzten “Nuller” auswärts, hatte Servette in der Valascia die Partie im letzten Abschnitt verloren (damals vom 2:2 zum 2:5). Diesmal kämpfte Servette äusserst unglücklich. Einen fragwürdigen Eindruck hinterliessen primär die Referees Stricker und Wiegand, und erst ganz am Schluss auch noch Genfs Coach Chris McSorley, der die Entscheide gegen seine Genfer Mannschaft nicht mehr nachvollziehen konnte. McSorleys Geist schied sich insbesondere am Entscheid der Unparteiischen, das vermeintliche 4:3 von Romain Loeffel acht Minuten vor Schluss wegen Torraumbehinderung nicht zu geben, obwohl Servettes Kanadier Jim Slater vor dem Torraum Ambris Goalie Sandro Zurkirchen auf völlig korrekte Art und Weise die Sicht geraubt hatte.

Vor der heissen Schlussphase hatte Servette auch viel Pech bekundet. Beide Teams versuchten von Anfang an, Emotionen in die Partie zu bringen. Servette behielt vorerst kühlen Kopf, führte jedoch nach 40 Minuten nur 3:1, weil Tom Pyatt und Daniel Rubin im zweiten Drittel Pfosten und Torlatte getroffen hatten. Für Ambri verlief die Partie ähnlich wie jene 20 Stunden vorher in Langnau. In doppelter Überzahl brachten die Leventiner nichts zu Stande, und beim Stand von 1:1 nützte der Gegner wie Langnau am Vorabend gravierende Fehler dazu aus, um erneut in Führung zu gehen. Die Tore von Emmerton und Duca zu Beginn des Schlussabschnitts lösten bei Ambri jedoch alle Knoten, derweil bei den Genfern das Blut in Wallung geriet.

Telegramm:

Ambri-Piotta – Genève-Servette 5:3 (0:1, 1:2, 4:0)

5343 Zuschauer. – SR Stricker/Wiegand, Abegglen/Bürgi. – Tore: 7. Roland Gerber (Kast, Douay) 0:1. 27. Emmerton 1:1. 36. Lombardi (Bezina/Ausschluss Monnet) 1:2. 40. (39:52) Jérémy Wick (Slater, Loeffel) 1:3. 42. (41:42) Emmerton (Pestoni, Birbaum) 2:3. 43. (42:32) Duca (Oliver Kamber, Birbaum) 3:3. 57. Duca (Monnet, Oliver Kamber/Ausschluss Lombardi) 4:3. 59. Lhotak (Giroux, Pestoni/Ausschlüsse Rubin, McSorley) 5:3. – Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Fora) plus Spieldauer (Fora) gegen Ambri-Piotta, 7mal 2 plus 5 Minuten (D’Agostini) plus Spieldauer (D’Agostini) gegen Genève-Servette. – PostFinance-Topskorer: Pestoni; D’Agostini.

Ambri-Piotta: Zurkirchen; Sven Berger, Mäenpää; Trunz, Zgraggen; Fora, Birbaum; Sidler; Lauper, Hall, Giroux; Pestoni, Emmerton, Monnet; Grassi, Fuchs, Lhotak; Duca, Oliver Kamber, Bastl; Elias Bianchi.

Genève-Servette: Robert Mayer (59. Descloux); Vukovic, Bezina; Iglesias, Jacquemet; Loeffel, Mercier; Jérémy Wick, Slater, Rubin; D’Agostini, Romy, Tom Pyatt; Riat, Lombardi, Rod; Simek, Kast, Roland Gerber; Douay.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Flückiger, Gautschi (beide verletzt), Hamill und Nordlund (beide überzählige Ausländer), Genève-Servette ohne Almond, Eliot Antonietti, Bays, Fransson, Picard und Traber (alle verletzt). – Timeout Genève-Servette (43.). – Pfostenschüsse: Tom Pyatt (24.), Rubin (25./Latte).

Rangliste: 1. ZSC Lions 29/58 (95:69). 2. Zug 26/51 (86:60). 3. Davos 27/51 (97:77). 4. Fribourg-Gottéron 29/49 (92:86). 5. Genève-Servette 27/47 (82:72). 6. Lugano 28/42 (80:82). 7. Bern 29/39 (89:90). 8. Kloten Flyers 29/38 (85:90). 9. Lausanne 27/37 (61:74). 10. Ambri-Piotta 28/36 (81:94). 11. SCL Tigers 28/30 (82:96). 12. Biel 29/26 (68:108).

(SI)


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