Ammann steht Sprung nur mit Mühe – Gesamtsieg für Prevc

Simon Ammann kam mit dem Schrecken davon
Simon Ammann kam mit dem Schrecken davon © KEYSTONE/EPA COMPIC/KIMMO BRANDT
Simon Ammann durchlebt beim Weltcupspringen in Almaty einen bangen Moment. Im zweiten Umgang kann er einen weiten Flug auf 139 m nur knapp stehen. Simon Ammann brauchte einen Moment, bis er den Schrecken verdaut hatte.

Der Toggenburger hatte bereits nach 100 m Flug die Bremsklappen geöffnet, in dem er die Arme seitlich ausfuhr. Er befürchtete zurecht, dass der Flug in die kritische Zone jenseits der 140-m-Marke gehen würde. Durch das Abknicken der Flugkurve plumpste der 34-Jährige in den Hang und konnte einen Sturz nur knapp verhindern. Dem Ostschweizer fehlt derzeit der Mut, in solchen Phasen einen Sprung durchzuziehen. So wie dies Severin Freund tat, der selbst bei der Schanzen-Rekordweite von 141,5 m noch einen Telemark setzte.

Der Deutsche wurde trotzdem nur Zweiter, denn Peter Prevc holte in Kasachstan zum Doppelschlag aus. Der Slowene gewann am Sonntag auch das zweite Weltcupspringen mit Weiten von 139,5 und 139 m sowie butterweichen Landungen. Mit dem 13. Saisonsieg egalisierte er den Rekord von Gregor Schlierenzauer. Noch verbleiben sechs Springen, um die Bestmarke in neue Höhen zu treiben. Zugleich steht der 23-jährige Prevc jetzt auch offiziell erstmals als Gesamtweltcupsieger fest. Vergangenen Winter war er noch Freund unterlegen – nach identischer Punktzahl entschieden die Anzahl Saisonsiege zu Gunsten des Bayers.

Vom Schweizer Quartett flog einzig Ammann in die Weltcup-Punkteränge. Beim Toggenburger passten mit 137 und 139 m immerhin die Weiten. Gregor Deschwanden, Luca Egloff und der bereits in der Qualifikation gescheiterte Killian Peier vermögen die Top 30 derzeit nicht zu knacken.

(SDA)


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