Rosigere Zukunft für Schweizer Wirtschaft

Rosigere Aussichten attestieren CS und ZEW der Schweizer Wirtschaft. Blick auf den CS-Sitz am Paradeplatz in Zürich. (Archiv)
Rosigere Aussichten attestieren CS und ZEW der Schweizer Wirtschaft. Blick auf den CS-Sitz am Paradeplatz in Zürich. (Archiv) © KEYSTONE/DOMINIC STEINMANN
Finanzanalysten sehen die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz so rosig wie seit März 2014 nicht mehr. Der ZEW-Indikator mit den Erwartungen für die nächsten sechs Monate ist im Oktober deutlich angestiegen. Die Unsicherheiten nahmen ab.

Der ZEW-Indikator erhöhte sich im Oktober deutlich um 8,6 Zähler auf 18,3 Punkte. Damit ist der von der Credit Suisse und dem Zentrum für Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Index auf dem höchsten Stand seit März 2014. Diesen hatte er bereits im September übertroffen.

Dabei nahmen die Unsicherheiten in der Einschätzung ab, wie die beiden Organisationen am Mittwoch mitteilten. Nur noch 13,2 Prozent der Analysten erwarten eine Abschwächung, während 55,3 Prozent von keiner wesentlichen Verbesserung ausgehen. 31,5 Prozent der Befragten erwarten eine Verbesserung. Noch im September hatte der Anteil der Konjunkturpessimisten bei einem Viertel gelegen.

Geringfügig schlechter, aber weiterhin positiv fielen die Erwartungen für die Eurozone aus, der Index liegt bei 33,3 Zählern nach 33,8 im September. Die bereits pessimistischen Einschätzungen für den Konjunkturverlauf in den USA gingen erneut zurück. Sie sanken um 10,5 auf -0,1 Punkte. Gleichwohl rechnen zwei Drittel der Analysten mit einem normalen Konjunkturverlauf.

Weiterhin gingen 63,2 Prozent der Befragten von einer gleichbleibenden Teuerung in der Schweiz aus. Knapp 29 Prozent rechnen mit steigender und 8 Prozent mit sinkender Inflation. Noch im Vormonat hatte kein einziger Analyst mit fallenden Preisen gerechnet.

Etwas höhere Inflationserwartungen äussern die Experten für die Eurozone und die USA. 8 Prozent gingen davon aus, dass die Preise in den beiden Wirtschaftsregionen sinken. Noch im September war niemand dieser Ansicht.

Beim starken Franken gehen weniger Analysten als im Vormonat von einer Abwertung aus. Nur noch 46 Prozent rechneten mit einer Abwertung zum Dollar nach 60 Prozent im September. Der Grund dürfte in den zurückgegangenen Zinserwartungen für die USA liegen.

Auch die Ansicht, dass sich der Franken zum Euro abwertet, ist weniger verbreitet. Nach 34 im September erwarten nur noch 32 Prozent diese Abwertung. 21 Prozent gehen von einer Aufwertung aus nach 17 Prozent im September.

In einer Sonderfrage nahmen die Studienverfasser auch den Puls bei den Wachstumsaussichten für die Schweizer Wirtschaft 2015 und 2016. 69 Prozent der Befragten prognostizierten für das laufende Jahr ein BIP-Wachstum von 0,5 bis 1 Prozent.

Für 2016 erwartet die Hälfte der Analysten ein langsame Erholung um 1 bis 1,5 Prozent. 34 Prozent zeigen sich pessimistischer für das kommende Jahr und weissagen lediglich ein Wachstum zwischen 0,5 und 1 Prozent.

Bereits im September stellten CS und ZEW diese Frage. Seither fiel die Einschätzung für 2015 etwas besser und die für 2016 etwas schlechter aus.

(SDA)


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