Apfel, du geile Frucht!

Von Michael Ulmann
Apfelernte in Altnau im Kanton Thurgau. Altnau ist auch als «Apfeldorf mit Stil» bekannt.
Apfelernte in Altnau im Kanton Thurgau. Altnau ist auch als «Apfeldorf mit Stil» bekannt. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Er ist meistens rund, oft rot, manchmal aber auch gelb oder grün, im Thurgau ein richtiger Star und erst noch gesund: Der Apfel. Wir haben zum heutigen Tag des Apfels die 10 lustigsten, interessantesten und kuriosesten Fakten über Äpfel zusammengetragen.

1. Heiratsantrag = Apfel!

Wenn ein junger Mann seiner Geliebten im antiken Griechenland seine Liebe erklären und ihr zugleich einen Heiratsantrag machen wollte, so soll er ihr einen Apfel angeboten haben. Akzeptierte sie den Apfel, nahm sie gleichzeitig auch den Heiratsantrag an. Wohl kaum eine Frucht spielt in christlichen Überlieferungen, antiken Sagen, heidnischen Mythen und überliefertem Volksglauben eine so bedeutende Rolle wie der Apfel. Der Apfel gilt als Sinnbild der Liebe, der Fruchtbarkeit, der Schönheit, Versuchung und Sünde. A propos Sünde: Bis heute weiss man nicht, von welcher Apfelsorte Adam sich verführen liess.

2. Der Apfel ist des Schweizers liebste Frucht

Herr und Frau Schweizer verdrücken pro Jahr und Kopf im Durchschnitt 16 Kilo Äpfel. Im Schnitt isst jede und jeder einen Apfel pro Woche. Keine andere Frucht ist beliebter.

3. Das Wort «Apfel» geht auf die antike Stadt «Abella» zurück

Dies wird zumindest vermutet. Abella liegt in der Region Kampanien an der Westküste Italiens und war in der Antike berühmt für ihren Früchteanbau. Neben Äpfeln wurden dort vor allem Haselnüsse angebaut. Der Apfel ist ausserdem die älteste kultivierte Frucht der Welt.

4. Den Kanton Thurgau nennt man nicht umsonst auch «Mostindien»

Nirgends in der Schweiz werden mehr Äpfel angebaut und geerntet als im Thurgau. Mit rund 1’300 Hektaren Apfel-Anbaugebiete (was ungefähr der Hälfte der Fläche der Stadt Frauenfeld entspricht) liegt Mostindien damit vor den ersten Verfolgern Wallis und Waadt. Zwei von drei Schweizer Äpfeln kommen aus diesen drei Kantonen. Zum Vergleich: Im Kanton St.Gallen gibt es rund 200 Hektaren Apfel-Anbaugebiete, in Graubünden nicht einmal 50.

5. «An apple a day keeps the doctor away» stimmt nur bedingt

Dieser Spruch, der erstmals vor mehr als 150 Jahren in einer walisischen Zeitschrift auftauchte, kennt fast jeder. Natürlich ist der Apfel auch gesund und gilt seit jeher als Symbolfrucht für Gesundheit und Vitalität. Aber, nach heutigen Erkenntnissen reicht ein einziger Apfel pro Tag nicht aus um dem Arzt fernzubleiben. Es sollten mindestens drei pro Tag sein. Also, haut rein!

6. Friedrich Schiller – du Grüsel!

Eine Anekdote besagt: Der weltbekannte deutsche Dichter, Philosoph und Historiker Friedrich Schiller bewahrte in seiner Schreibtischschublade immer ein paar faule Äpfel auf – wähhh! Offenbar verschaffte ihm der Geruch von eben diesen mehr Kreativität und inspirierte ihn zum (besseren?) Schreiben. Nicht alle Dichter und Denker fanden aber Gefallen an dieser speziellen Methode. Laut einer weiteren Anekdote soll Johann Wolfgang von Goethe einmal bei einem Besuch bei Schiller den «fatalen Geruch» bemerkt haben und wäre beinahe in Ohnmacht gefallen. Erst an der frischen Luft konnte er sich wieder erholen. Hoffentlich hat Schiller für seinen «Wilhelm Tell» keinen faulen Apfel verwendet.

7. Wenn ein Apfelzweig einen Rosenzweig «heiratet»

Eine Arbeitskollegin (notabene eine Thurgauerin) hat mir erzählt, dass wenn man bei einem abgebrochenen Ast eines Apfelbaumes einen Rosenzweig einsetzt, daraus ein Rosenstock wächst. Und tatsächlich: Der Apfel gehört botanisch zur gleichen Familie wie beispielsweise die Birne, die Himbeere, die Kirsche und – die Rose!

8. Der wohl bekannteste und grösste Apfel ist – New York

New Yorks Spitznamen ist bekanntlich «The Big Apple». Zur Herkunft dieser Bezeichnung existieren verschiedene Theorien, die hier nachzulesen sind. Der Apfel gibt allerdings nicht nur New York seinen Spitznamen, auch Konstantinopel (das heutige Istanbul) und später Wien wurden «Der goldene Apfel» genannt.

9. Die Frage aller Fragen: Apple oder Windows?

Hahaha! Naja, dazu braucht es keine Erklärung!

10. Zum krönenden Abschluss kein Fakt, sondern ein schlüpfriger Apfel-Witz 😉

Am Baum hängen 15 Äpfel. Fritzchen holt sich einen runter. Am Baum hängen immer noch 15 Äpfel.


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