Arbon will den Kybun-Fussballplatz

Karl Müller in seiner eigenen Fussballarena - die er verschenkt.
Karl Müller in seiner eigenen Fussballarena - die er verschenkt. © «felix. die zeitung.»/Ueli Daepp
Der Roggwiler Kybun-Chef Karl Müller muss seinen privaten Mini-Kunstrasenplatz loswerden. Jetzt hat die Stadt Arbon ihr Interesse angemeldet.

Der Unternehmer Karl Müller hat hinter seinem Haus in Roggwil einen Kunstrasen-Fussballplatz gebaut. Weil er dafür allerdings keine Baubewilligung hatte, muss er den Mini-Platz wieder abbauen. Im «felix.die zeitung» sagte der Kybun-Chef, dass er den rund 200’000 Franken teuren Platz verschenken will.

«Unser Hauptinteresse ist, dass der Platz nahe bei Roggwil ist. Es sollen weiterhin die Roggwiler Kinder profitieren können. Und nicht ganz uneigennütz: Auch wir wollen noch manchmal auf dem Platz spielen», sagte Müller damals zu FM1Today.

Ein Platz für alle

Müller bot den Platz auch der Stadt Arbon als Geschenk an. Der Arboner Stadtrat hat nun beschlossen, das Angebot anzunehmen. «Das Fussballfeld soll auf dem alten Forsthausplatz neben der neuen Dreifach-Sporthalle errichtet werden», schreibt der Stadtrat.

Diese Parzelle ist im Besitz der Bürgergemeinde Arbon, die sich ebenfalls für den Mini-Fussballplatz ausgesprochen hat. Der Stadtrat meint: «Das Kunstrasenfussballfeld könnte von den nahegelegenen Schulen, vom Fussballklub wie auch von Kindern und Jugendlichen aus der Nachbarschaft genutzt werden.»

Verlegung wird geschenkt

Auch wenn der Platz ein Geschenk ist, muss die Stadt Arbon mit Kosten rechnen: «Für die Vorbereitung des Grundstücks und die Verlegung des Platzes rechnen wir mit Kosten von 120’000 Franken. Die Verlegungskosten von 34’000 Franken würden von Karl Müller rückvergütet.» Ob Arbon die restlichen Kosten übernimmt, entscheidet das Stadtparlament am 6. Dezember.

(rr)


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