Beide Helikopter-Piloten sind tot

Ein Armeehelikopter (auf diesem Symbolbild ein Super Puma) ist am Gotthard abgestürzt.
Ein Armeehelikopter (auf diesem Symbolbild ein Super Puma) ist am Gotthard abgestürzt. © (KEYSTONE/Martin Ruetschi)
Wieder eine Unfall bei der Schweizer Armee: Am Mittag ist ein Helikopter im Kanton Tessin verunglückt. Dies meldet die Tessiner Kantonspolizei. Das VBS bestätigt den Tod von zwei Piloten, kann allerdings noch nichts über die Ursache des Absturzes sagen.

Auf der Gotthard-Passstrasse  ist gegen 12 Uhr ein Militärhelikopter abgestürzt. “Ich habe die traurige Pflicht, ihnen mitzuteilen, dass wir einen Helikopter kurz nach dem Start verloren haben. Dabei kamen die beiden Piloten ums Leben. Der Flughelfer wurde verletzt ins Spital überführt”, sagt Luftwaffen-Chef Aldo C. Schellenberg an der Medienkonferenz heute Nachmittag.

Vorerst keine Superpuma-Flüge mehr

Er erläutert, dass es noch unklar sei, wie es zum Absturz kommen konnte. Die Super Puma-Helikopter werden vorerst aber auf dem Boden bleiben und keine Trainingsflüge mehr absolvieren. Es ist der erste Absturz eines Super Pumas seit dem 30. März 2011.

Hier stürzte der Helikopter ab:

 

Eine Augenzeugin berichtet gegenüber dem 20Minuten, dass sie während der Besichtigung der Gotthardfestung einen Knall hörte. Von der Aussichtsplattform aus habe man Rauch in den Himmel steigen sehen. Weiter berichtet die Augenzeugin, dass die Leute von der Festung gesagt hätten, dass ein Helikopter der Armee abgestürzt sei.

Augenzeugen berichten von Unfall

Im Blick berichten Augenzeugen, der Helikopter habe Material und Personen aufladen wollen. Dabei berührte der Helikopter einen Strommast und stürzte ab. Die Armee konnte diese Beobachtungen noch nicht bestätigen.

Eine durchtrennte Stromleitung beim Absturzort.

Gemäss Armeechef Blattmann soll der Helikopter ein Stromkabel gestreift haben. (KEYSTONE/Ti-Press/Samuel Golay)

Der Unfallort liegt unweit rund 50 Meter vom Gotthard-Hospiz entfernt. Die Gotthard-Passstrasse, die sich rund 200 Meter vom Unglücksort entfernt befinden, wurde weiträumig abgesperrt.
Ein anderer Augenzeuge sah den brennenden Helikopter. Dieser sei komplett ausgebrannt. Die Rettungskräfte seien vor Ort.

Armee leitet Untersuchung ein

Die Militärjustiz nahm eine Untersuchung auf. Untersuchungsrichter waren am Mittwoch vor Ort, wie Sprecher Tobias Kühne auf Anfrage sagte. Untersucht werde unter anderem, ob das Wetter eine Rolle beim Unfall gespielt haben könnte.

Der Flug auf den Gotthard von im Rahmen einer OSZE-Inspektion statt. Vor dem Unfall hatte der Helikopter, der für 18 Passagiere Platz bietet, vier französische Offiziere und mehrere Schweizer Begleiter aussteigen lassen. Alle diese Passagiere blieben unverletzt. Zur Zahl der Schweizer machten die Luftwaffenvertreter keine Angaben.

Das sagt der Luftwaffen-Chef:

Update folgt…


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