Autorin Lewitscharoff hält Fussball für zivilisatorische Leistung

Sibylle Lewitscharoff liest und schreibt nicht nur Bücher, sie schaut auch gern Fussballspiele (Archiv)
Sibylle Lewitscharoff liest und schreibt nicht nur Bücher, sie schaut auch gern Fussballspiele (Archiv) © /AP dapd/PATRICK SINKEL
Die deutsche Autorin Sibylle Lewitscharoff hält Fussball für eine zivilisatorische Leistung – ein Fussballheld ist für sie die moderne Version eines Kriegers.

“Er bringt Erstaunliches zustande, nur eben nicht mit dem Schwert, sondern mit dem Ball”, sagte die 62-Jährige dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Es sei eine Errungenschaft der Zivilisation, dass Männer heutzutage auf einem Feld dem Ball hinterherliefen anstatt sich abzuschlachten.

Lewitscharoff, Büchner-Preisträgerin, hatte 2014 mit einer Rede zur Reproduktionsmedizin für Aufregung gesorgt, als sie Retortenbabys als “Halbwesen” bezeichnet hatte. Kritiker forderten daraufhin, ihr den Büchnerpreis abzuerkennen. “Weil ich selbst auch mal recht scharf im Ton werde, finde ich es nicht schlimm, wenn es scharf zurückkommt. Das entspricht meinem Charakter.” Die Massivität der Reaktionen habe sie dennoch überrascht, sagte sie.

(SDA)


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