Zugfahren wird noch teurer

Der Gotthard-Basistunnel wird am 11. Dezember 2016 fahrplanmässig in Betrieb genommen (Archivbild).
Der Gotthard-Basistunnel wird am 11. Dezember 2016 fahrplanmässig in Betrieb genommen (Archivbild). © KEYSTONE/ALEXANDRA WEY
Der Fahrplanwechsel am 11. Dezember bringt nicht nur neue Bahnangebote. Das Reisen mit der Bahn wird auch teurer: So kostet das Generalabonnement 2. Klasse neu 3860 Franken. Dies sind 5,6 Prozent oder 205 Franken mehr als bisher.

Die grösste Änderung beim diesjährigen Fahrplanwechsel ist die fahrplanmässige Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels. Durch das Jahrhundertbauwerk verkürzt sich die Reisezeit zwischen der Deutschschweiz und dem Tessin um rund 30 Minuten, nach Italien beträgt der Zeitgewinn rund 40 Minuten, wie die SBB am Donnerstag mitteilte.

Das Bahnangebot über die Gotthard-Panoramastrecke bleibt für den Berufs- und Tourismusverkehr bestehen. Zwischen Erstfeld und Bellinzona verkehren stündlich Regioexpress-Züge mit Anschluss an die Fernverkehrszüge in Erstfeld und Bellinzona.

(Keystone)

Von April bis Oktober verkehrt an Wochenenden und Feiertagen zusätzlich ein direkter Zug – der sogenannte «Gotthard-Weekender» – von Zürich direkt nach Bellinzona über die alte Gotthardlinie. Ab Ostern bis Ende Oktober gibt es zudem den «Gotthard Panorama Express». Das Angebot führt von Luzern per Schiff nach Flüelen und anschliessend im Zug über den Gotthard.

Mit dem Angebotsausbau steigen auch die Billettpreise. Einzelbillette der 1. und 2. Klasse werden durchschnittlich 2,5 Prozent teurer. Bei den Generalabonnementen beträgt die durchschnittliche Preiserhöhung 4,2 Prozent.

Mit dem Fahrplanwechsel weitet die SBB auch das Billett-Sortiment aus. So können mit der Kinder-Mitfahrkarte neu alle Begleitpersonen über 16 Jahre für 30 Franken pro Jahr mit einem Kind unter 16 Jahren mit dem öffentlichen Verkehr reisen. In dieses Angebot integriert wird die Enkel-Karte. Neu können die Begleitpersonen nicht nur Eltern oder Grosseltern sein, sondern auch Nachbarn, Tante, Onkel oder Freunde.

Ab Anfang April 2017 wird zudem schweizweit das Modul-Abo eingeführt. Dieses ermöglicht die Kombination von Strecken mit lokalen Verkehrsverbunden und deren Streckennetzen.

(SDA)


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