«Beachhalle für Profis und Hobbysportler»

Von Fabienne Engbers
Sascha Heyer (l.) und Patrick Heuscher (r.) möchten das Beachhouse in Frauenfeld schon im Herbst 2018 eröffnen.
Sascha Heyer (l.) und Patrick Heuscher (r.) möchten das Beachhouse in Frauenfeld schon im Herbst 2018 eröffnen. © pd/Kirsten Oertle
In Frauenfeld soll bereits im August 2018 eine Beachhalle eröffnen, in der sich vom Profisportler bis zum Hobbybeacher jeder austoben kann. 3,5 Millionen Franken soll die Halle kosten, erste Gelder sind bereits zusammengekommen.

Das Beachvolleyball Duo Heyer/Heuscher hat zusammen etliche Stunden im Sand verbracht und auch internationale Wettbewerbe gewonnen. Nun werben sie für eine neue Beachhalle in Frauenfeld, damit Beachvolleyballer und andere Sandsportler auch im Winter in ihren Gefielden trainieren können. «Wir bauen eine Sandhalle, die auch für Tennis, Beachsoccer oder Badminton geeignet ist», sagt Sascha Heyer, Mitinitiant des «Beachhouses» und Mitglied des Vereins Sandhalle Frauenfeld.

Für Beachsportarten ein Zentrum bieten

Nebst den drei Beachfeldern, die in der Halle Platz finden sollen und den Aussenanlagen, sollen auch zusätzliche Dienstleistungen angeboten werden. «Wir planen einen kleinen Gastro-Betrieb, eine Lounge und eine Physiopraxis», sagt Heyer. Das «Beachhouse» in Frauenfeld würde damit zu einem Anziehungsort für den Schweizer Beachsport. Eine Halle mit einem solchen umfassenden Angebot gibt es in der Schweiz noch nicht.

Die Beachhalle in Frauenfeld soll nicht nur ein Leistungszentrum werden, sondern auch Hobbysportlern Platz bieten. «Wir möchten uns nicht auf den Profisport beschränken, die Halle soll vor allem auch für den Breitensport zugänglich sein», sagt Sascha Heyer. Jeder soll in der Halle willkommen sein und mit seinen Freunden den Sand geniessen können.

So könnte das Frauenfelder «Beachhouse» aussehen. (Bild: pd)

So könnte das Frauenfelder «Beachhouse» aussehen. (Bild: pd/Remo Witzig)

Crowdfundingphase läuft

Der Verein Sandhalle ist momentan daran, Geld für sein Projekt zu sammeln. Von den 3,5 Millionen Franken, die das «Beachhouse» kosten soll, wird ein Drittel durch Eigenmittel finanziert, der Rest geschieht über eine Spendensammlung.

Auf einer Crowdfunding-Plattform können sich Beach-Begeisterte zurzeit einen Quadratmeter Sand in der Beachhalle sichern. Damit soll ein kleiner Anteil der Kosten (60’000 Franken) gedeckt werden.

Ausserdem ist das Baurecht noch nicht erteilt. Die Stadt Frauenfeld und der Gemeinderat müssen das Projekt «Beachhouse» noch absegnen, erst dann könnte der Bau starten.

Frauenfeld ist der geeignetste Standort

Der Verein Sandhalle hat sich bewusst für Frauenfeld als Standort entschieden. Das «Beachhouse» soll auf der kleinen Allmend, direkt hinter der Turnfabrik und der Schwinghalle des Schwingerverbands Unterthurgau gebaut werden. Momentan steht dort noch ein Fussballplatz. In der Nähe sind auch eine Tennishalle, weitere Fussballplätze und eine Eishalle untergebracht.

Auf diesem Grundstück soll das «Beachhouse» gebaut werden (Bild:FM1Today/Fabienne Engbers)

Auf diesem Grundstück soll das «Beachhouse» gebaut werden (Bild:FM1Today/Fabienne Engbers)

Die anderen Sportvereine sind dem Projekt Sandhalle gut gestimmt. «In den bisherigen Gesprächen hat sich gezeigt, dass die anderen Sportvereine sehr am Bau des ‘Beachhouses’ mit seiner zusätzlichen Infrastruktur interessiert sind», sagt Heyer. Denn auch die Turner und Schwinger würden von den Zusatzangeboten wie einem Fitnesszentrum und einer Physiotherapie profitieren.

Frauenfeld habe ein interessantes Einzugsgebiet. Mit Winterthur, Zürich, St.Gallen und Schaffhausen habe man grosse Städte im Umkreis. Auch das grenznahe Ausland könnte den Weg nach Frauenfeld finden, die nächste grosse Beachhalle steht laut Sascha Heyer in Stuttgart.

Baustart in wenigen Monaten

Der Verein Sandhalle hat sich ein ehrgeiziges Ziel gesetzt. Im August 2018 soll das «Beachhouse» bereits eröffnet werden. Läuft alles wie am Schnürchen, sei dies kein Problem. Ansonsten könnte sich die Eröffnung noch etwas nach hinten verschieben. Wenn es Oktober werde und man erst auf die Hallensaison eröffnen könne, sei das aber auch nicht tragisch, meinen die Initianten.

Ist die Beachhalle fertig, will Sascha Heyer aktiv in der Halle sein. «Ich freue mich darauf, selbst in der Halle zu spielen und den Anwesenden den einen oder anderen Tipp zu geben.» Auch eine Funktion als Coach ist für ihn denkbar.

(enf)


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