Bacsinszky siegt, Bencic verliert

In Peking an der Kasachin Jaroslawa Schwedowa gescheitert: die Ostschweizerin Belinda Bencic
In Peking an der Kasachin Jaroslawa Schwedowa gescheitert: die Ostschweizerin Belinda Bencic © KEYSTONE/AP/EUGENE HOSHIKO
Timea Bacsinszky steht beim Premier-Turnier in Peking in der 2. Runde. Diese bedeutet für Belinda Bencic Endstation.Bacsinszky (WTA 15) setzte sich zum Auftakt gegen die spanische Qualifikantin Lara Arruabarrena 4:6, 6:4, 6:1 durch.

Lange Zeit sah es schlecht aus für die Schweizer Nummer 1, die in der Weltrangliste um 46 Plätze besser klassiert ist als die Ibererin. Nach dem verlorenen ersten Satz geriet Bacsinszky im zweiten Durchgang 2:4 in Rückstand. Dann drehte sie aber auf. Zwar kassierte sie nach sechs gewonnenen Games in Folge im dritten Satz das Re-Break zum 1:2. Sie nahm Arruabarrena aber gleich wieder den Aufschlag ab und liess in der Folge nichts mehr anbrennen. Nach 141 Minuten verwertete sie den ersten Matchball.

Bacsinszky erspielte sich nicht weniger als 16 Breakbälle, wovon sie zehn verwertete. Damit gewann sie auch das zweite Duell gegen Arruabarrena, die in der vorletzten Woche das Turnier in Seoul für sich entschieden hatte. Gerade auch die Reaktion auf den Rückstand dürfte Bacsinszky gut tun, kam sie doch zuletzt nicht auf Touren. Seit dem Gewinn der Silbermedaille an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro im Doppel mit Martina Hingis war sie bis Peking an vier Turnieren bloss zweimal erfolgreich gewesen. In der vergangenen Woche gab sie in Wuhan gegen die amerikanische Qualifikantin Louisa Chirico wegen Krämpfen auf. In der chinesischen Hauptstadt trifft sie nun auf die Australierin Daria Gavrilova (WTA 49). Sie ist allerdings gewarnt. Im vergangenen Jahr verlor sie in Rom das bisher einzige Duell in zwei Sätzen.

Belinda Bencic scheiterte derweil mit 4:6, 6:7 (4:7) an der Kasachin Jaroslawa Schwedowa. Erstmals seit dem US Open hatte die Ostschweizerin wieder ein Startspiel gewonnen, doch ihren zweiten Auftritt in Peking überstand sie nicht.

Die Niederlage gegen die zehn Jahre ältere Schwedowa, gegen die sie noch nie gespielt hatte, war ärgerlich. Im Tiebreak des zweiten Satzes hatte Bencic 4:0 geführt, aber dann gingen die nächsten sieben Punkte alle an die gebürtige Moskauerin, die in diesem Sommer in Wimbledon (Viertelfinals) und am US Open (Achtelfinals) weit gekommen war. Zuvor hatte sich Bencic im zweiten Satz imponierend wieder herangekämpft, nachdem sie durch zwei Breaks bereits 0:3 in Rückstand gelegen hatte.

(SDA)


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