Bern erteilt Leader Fribourg eine Lektion

Die Spieler des SC Bern jubeln: Gegen Fribourg gab es einen klaren Sieg
Die Spieler des SC Bern jubeln: Gegen Fribourg gab es einen klaren Sieg © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Bern erteilt dem topklassierten, für einmal aber chancenlosen Fribourg-Gottéron eine regelrechte Lektion. 5:1 deklassiert der SCB die spektakulärste Mannschaft der Herbstmonate.Rückschläge wie jenen in Zug (0:3) leistet sich der Cupsieger vorwiegend auswärts.

Vor eigener Kulisse hingegen demonstriert der SCB auch in dieser Saison mehrheitlich seine robusten und unwiderstehlichen Eigenschaften. Seit über vier Wochen hat das Schwergewicht zu Hause nicht mehr verloren. Die respektable Serie umfasst inzwischen sechs Siege.

Den überraschend uninspirierten Leader arbeiteten die in jeglicher Beziehung überzeugenderen Einheimischen regelrecht von der Eisfläche. Mit dem kompromisslosen Stil des selbstsicheren Kontrahenten tat sich Gottéron schwer. Von der Künstler-Fraktion um Julien Sprunger und Andrej Bykow kamen am Abend nach dem Triumph gegen die ZSC Lions (3:1) keinerlei Impulse.

Die Equipe von Guy Boucher hingegen wählte durchwegs den direkten Weg in den Slot. In der 15. Minute verschaffte Simon Bodenmann dem SCB mit seinem ersten Treffer seit dem Transfer von Kloten in die Hauptstadt den ersten Vorteil. Nachdem Fribourg eine erstklassige Konter-Offerte ausgeschlagen hatte, erhöhte Altmeister Martin Plüss mit seinem fünften Saisontor auf die kursweisende Marke von 2:0.

Nach dem 3:0 Roys (30.) drosselte der SCB das Tempo spürbar. Mehr als einen einzigen gelungenen Angriff gestand er dem formstarken Herausforderer gleichwohl nicht zu. Stattdessen sorgte Thomas Rüfenacht, in der Regel eher bekannt für sein verbales Forechecking abseits der Schauplätze, in Unterzahl für das Solo des Abends. Der Berner dribbelte sich im Stil des technisch versierten Hockey-Entertainers zur 4:1-Führung.

Bis auf einen intensiven Ringkampf im Finish zwischen Gian-Andrea Randegger und John Fritsche – mit leichten Vorteilen für den Freiburger “Boxer” – und diversen Scharmützeln fand Gottéron praktisch nicht statt.

Bern – Fribourg-Gottéron 5:1 (1:0, 3:1, 1:0)

16’974 Zuschauer. – SR Mollard/Wiegand, Kohler/Tscherrig. – Tore: 15. Bodenmann (Bergenheim) 1:0. 24. Martin Plüss (Moser, Helbling/Ausschluss Benny Plüss) 2:0. 30. Roy (Rüfenacht, Conacher) 3:0. 36. Rathgeb (Mauldin) 3:1. 38. Rüfenacht (Blum/Ausschluss Moser!) 4:1. 47. Flurin Randegger (Moser) 5:1. – Strafen: 4mal 2 plus 5 Minuten (Gian-Andrea Randegger) plus Spieldauer (Gian-Andrea Randegger) gegen Bern, 6mal 2 plus 5 (Fritsche) plus 2mal 10 Minuten (Rivera, Conz) plus 2mal Spieldauer (Fritsche, Rivera) gegen Fribourg-Gottéron. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Bykow.

Bern: Bührer; Gerber, Helbling; Blum, Untersander; Flurin Randegger, Jobin; Gian-Andrea Randegger; Moser, Rüfenacht, Scherwey; Alain Berger, Bergenheim, Conacher; Smith, Roy, Bodenmann; Pascal Berger, Martin Plüss, Hischier; Müller.

Fribourg-Gottéron: Conz; Camperchioli, Ngoy; Rathgeb, Picard; Maret, Schilt; Neukom, Gardner, Benny Plüss; Mauldin, Pouliot, Mottet; Sprunger, Bykow, Salminen; Fritsche, Schmutz, Rivera; Vauclair.

Bemerkungen: Bern ohne Ebbett, Kobasew, Kreis, Krueger (alle verletzt), Reichert (überzählig), Fribourg ohne Abplanalp, Loichat, Pivron, Kamerzin (alle verletzt). 22. Timeout Bern.

(SI)


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