Bern schaltet die ZSC Lions in vier Spielen aus

Seine Zeit in Zürich dürfte zu Ende sein: Marc Crawford, der Trainer der ausgeschiedenen ZSC Lions
Seine Zeit in Zürich dürfte zu Ende sein: Marc Crawford, der Trainer der ausgeschiedenen ZSC Lions © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
So schnell ist der Qualifikationssieger seit Playoff-Einführung noch nie ausgeschieden: Die ZSC Lions verlieren gegen Bern auch das vierte Spiel, SCB-Goalie Jakub Stepanek feiert einen Shutout (3:0).

“Chered die Serie” forderten die ZSC-Fans in der mit 17’031 Zuschauern erneut ausverkauften PostFinance-Arena auf einem Transparent – es blieb reines Wunschdenken, denn ihre völlig verunsicherten Schützlinge waren zu keiner Reaktion fähig. Erstmals in dieser Serie gingen die Zürcher nicht 1:0 in Führung, doch im Gegensatz zum SC Bern hatten sie auf den Rückstand keine Antwort. Andrew Ebbett nach nur 178 Sekunden und Alain Berger kurz vor Spielmitte sorgten für das beruhigende Polster der Berner. Mit einem Powerplay-Tor nach acht Minuten im Schlussdrittel machte Thomas Rüfenacht alles klar.

Für das vierte Spiel beorderte ZSC-Coach Marc Crawford wieder Fabrice Herzog an die Seite der beiden Stars Robert Nilsson und Auston Matthews – allerdings ohne jegliche Wirkung. Die Zürcher waren zwar durchaus bemüht, jedoch ohne Linie und Durchschlagskraft. Der sichere Goalie Jakub Stepanek vor dem Berner Tor musste kaum einmal brillieren.

Die Berner waren druckvoll gestartet und hatten durch Tristan Scherwey bereits in der 2. Minute ihre erste Chance. Das Führungstor nur wenige Sekunden später war typisch für diese Serie. Nachdem ZSC-Goalie Lukas Flüeler den Abschluss Simon Bodenmanns nur ablenken konnte, stocherte Andrew Ebbett den Puck vor Patrick Geering und am auf der Torlinie postierten Matthias Seger vorbei ins Tor.

Bei den Löwen klappte hingegen kaum etwas. Selbst bei zwei Powerplay-Gelegenheiten kamen sie kaum zu gefährlichen Aktionen. Die beste Chance hatte Matthews in der 27. Minute, als er innerhalb von wenigen Sekunden gleich dreimal an Stepanek scheiterte. Dafür entwischte auf der Gegenseite Gian-Andrea Randegger. Dessen Schuss konnte Flüeler nur zu Alain Berger abwehren, der kaltblütig zum 2:0 abschloss.

Am Ende war die Angelegenheit derart klar, dass Marc Crawford in seinen letzten Minuten an der Bande der ZSC Lions nicht einmal mehr den Goalie vom Eis beorderte.

Die ZSC Lions scheiterten als fünfter Qualifikationssieger der Playoff-Geschichte gleich in den Viertelfinals – als erstes 0:4. Jedes Mal war der SC Bern an diesen Paukenschlägen zum Start in die Playoffs beteiligt. 2005 mit einem Sieg als Achter gegen Lugano, 2006 (gegen Kloten), 2008 (gegen Fribourg) und 2009 (gegen Zug) als Verlierer.

Telegramm:

Bern – ZSC Lions 3:0 (1:0, 1:0, 1:0)

17’031 Zuschauer (ausverkauft). – SR Eichmann/Koch, Borga/Kaderli. – Tore: 3. Ebbett (Bodenmann) 1:0. 29. Alain Berger (Gian-Andrea Randegger) 2:0. 48. Rüfenacht (Untersander/Ausschlüsse Conacher; Phil Baltisberger, Geering) 3:0. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Bern, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. – PostFinance-Topskorer: Conacher; Nilsson.

Bern: Stepanek; Jobin, Untersander; Helbling, Gerber; Krueger, Kreis; Flurin Randegger; Bodenmann, Ebbett, Moser; Scherwey, Pascal Berger, Hischier; Conacher, Roy, Rüfenacht; Alain Berger, Reichert, Gian-Andrea Randegger.

ZSC Lions: Flüeler; Rundblad, Seger; Blindenbacher, Siegenthaler; Geering, Phil Baltisberger; Hächler; Nilsson, Matthews, Herzog; Keller, Shannon, Wick; Künzle, Malgin, Cunti; Chris Baltisberger, Trachsler, Schäppi; Suter.

Bemerkungen: Bern ohne Kobasew, Bergenheim, Blum, Bührer, Kousa (alle verletzt), Plüss (krank) und Smith (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Fritsche (verletzt), Neuenschwander, Bärtschi (beide überzählig), Bergeron und Foucault (überzählige Ausländer). 29. Blindenbacher verletzt ausgeschieden.

(SDA)


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