Berner Museum macht Altwerden erlebbar

Eine Frau mit Zittermanschette versucht in der Ausstellung "Dialog mit der Zeit", einen Schlüssel ins Schloss zu stecken (z.V.g.)
Eine Frau mit Zittermanschette versucht in der Ausstellung "Dialog mit der Zeit", einen Schlüssel ins Schloss zu stecken (z.V.g.) © zVg
Die Ausstellung “Dialog mit der Zeit” macht Halt in Bern: Das Museum für Kommunikation zeigt bis im kommenden Sommer die Schau, die in Frankfurt und Berlin für Furore sorgte. Sie befasst sich auf unkonventionelle Weise mit dem Altwerden.

Senioren führen das Publikum durch die Ausstellung: Das Museum hat 30 Frauen und Männer engagiert, die zwischen 70 und 84 Jahre alt sind. Sie stellen sich den Besuchern persönlich vor und begleiten sie in periodischen Rundgängen durch die Ausstellungsräume.

“Dialog mit der Zeit” zeige das Alter in all seinen Facetten, teilte das Museum am Mittwoch mit. So werden altersspezifische Einschränkungen erlebbar gemacht: Die Besucher können mit Gewichten Treppen laufen oder mit einer Zittermanschette einen Schlüssel einstecken.

Thematisiert werden auch Lebensentwürfe, die im Alter eine besondere Wende genommen haben. Wahre Geschichten sind zu hören, was im Alter noch alles möglich ist: dass man sich mit 80 noch verlieben kann, dass man einen neuen Job ergreift oder eine neue Sprache erlernt.

Die Ausstellung wurde erstmals vor Jahresfrist in Frankfurt am Main gezeigt. Dann war sie in Berlin zu Gast, wo sie vom 75-jährigen Bundespräsidenten Joachim Gauck eröffnet wurde. Das Gastspiel in Bern dauert bis 10. Juli 2016, danach zieht “Dialog mit der Zeit” nach Taiwan weiter.

(SDA)


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