Besucher mit Elektroschockgerät bedroht

Die Polizei hatte am OAFF einiges zu tun.
Die Polizei hatte am OAFF einiges zu tun. © Thurgauer Zeitung/Thi My Lien Nguyen
Mehrere Patrouillen der Kantonspolizei Thurgau waren während des OAFF rund um die Uhr im Einsatz. Die Sicherheitskräfte nahmen 13 Personen fest. Zwei junge Männer hatten zwei Festivalbesucher mit Messer und Elektroschockgerät bedroht, um an deren Eintrittsbändel zu gelangen. 

«Wir blicken auf ein sehr friedliches Festival zurück», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau, am Sonntagnachmittag. Es seien bislang keine Anzeigen wegen sexueller Belästigung eingegangen. Man habe lediglich «einzelne Streitigkeiten» verzeichnet und rund 70 Diebstähle entgegengenommen. «Es wurden mehr Wertsachen aus den Zeltern gestohlen als noch im letzten Jahr», sagt Graf. Beim Openair Frauenfeld 2016 sei aber vergleichsweise wenig geklaut worden, weshalb nicht von einer markanten Zunahme die Rede sei.

13 Festnahmen

Die Kantonspolizei hat im Zusammenhang mit dem Frauenfelder Festival 13 Personen festgenommen, fünf davon kamen in polizeilichen Gewahrsam. «Sie haben sich nicht an Ordnung und Sicherheit gehalten», sagt Graf. Einige seien ausgeschrieben gewesen, weil sie beispielsweise ihre Bussen nicht beglichen hätten.

Mit Waffen an Eintrittsbändel gekommen

Matthias Graf berichtet von einem aussergewöhnlichen Fall am Freitagabend: «Zwei Personen haben zwei Festivalbesucher auf der Galgenholzstrasse nahe des Geländes mit einem Messer und einem Elektroschockgerät bedroht.» Nachdem die Räuber die Eintrittsbändel ihrer Opfer abgeschnitten hatten, flüchteten sie. «Wir haben sofort eine Fahndung organisiert und zwei Schweizer im Alter von 20 und 21 Jahren festgenommen.»

Gemäss einer Mitteilung zählte die Sanität am Openair Frauenfeld insgesamt 1500 Konsultationen, 71 Personen mussten sich im Spital behandeln lassen. «Das klingt nach einer ganzen Menge. Viele haben den Sanitätsposten aufgrund der Hitze – manchmal im Zusammenhang mit Alkohol oder Drogen – aufgesucht», weiss Graf.

Marihuana, Amphetamine, Kokain und Heroin

«Wie auch auf anderen Festivals» komme es in Frauenfeld vor, dass das Publikum Drogen nehme – Marihuana, Amphetamine, Kokain und Heroin seien darunter. «Die Kantonspolizei Thurgau hat Personen, welche Drogen konsumiert oder auf sich getragen haben, verzeigt», sagt der Polizeisprecher, dazu kam es in diesem Jahr 123-mal. Es sei schwierig beurteilbar, ob der Drogenkonsum zugenommen habe, «jedenfalls hat sich die Anzahl Anzeigen im Zusammenhang mit Drogen nicht erhöht».

Am Donnerstag musste sich ein Festivalbesucher im Eingangsbereich des OAFF übergeben. Im Spital stellte sich heraus, dass er sich mit dem ansteckenden Norovirus infiziert hatte. «Bis am Sonntagmittag blieb es bei diesem Einzelfall», sagt Graf.

170’000 Personen haben das Openair Frauenfeld in diesem Jahr besucht, es war erneut ausverkauft.

(lag)


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