Bildweier: Sanierung für Frösche und Molche

In den Tümpeln beim Bildweiher sollen künftig Amphibien laichen.
In den Tümpeln beim Bildweiher sollen künftig Amphibien laichen. © PD
Die Laichgewässer für Amphibien am Bildweier sind zu klein und der Weiher verlandet. Die Stadt St. Gallen will das künstlich angelegte Naturschutzgebiet nun wieder auf Vordermann bringen, mehr Platz für Frösche und Molche schaffen und den Damm stabilisieren.

Im Amphibienlaichgebiet Bildweier im Westen von St.Gallen leben Grasfrösche, Erdkröten, Berg- und Fadenmolche. Sie alle benötigen flache, möglichst fischfreie Laichgewässer, wo sich ihre Larven jeweils von Frühjahr bis Sommer entwickeln können. Wie die Stadt St. Gallen mitteilt, sind diese Laichgewässer aber seit langem schon zu klein. Das will die Stadt nun ändern. Zusammen mit dem Naturschutzverein St. Gallen und dem Amphibienexperten Dr. Jonas Barandun erarbeitete die Stadt Aufwertungsmassnahmen zum Unterhalt des Amphibienlaichgebiets.

Tümpel werden zu Laichgewässer

Die verlandeten Tümpel südlich des Bildweiers werden etwa einen halben Meter tief ausgebaggert und so vegetationslose, flache und fischfreie Laichgewässer geschaffen. Die Tümpel sind getrennt von der grossen Wasserfläche. Das komme den Amphibien zugute, da sich das Wasser rascher erwärme und dies die Entwicklung der Kaulquappen begünstigt, wie es in der Mitteilung der Stadt St. Gallen heisst. Auf eine Schlammentnahme aus dem Bilderweier selber will die Stadt verzichten. Die Wasserfläche des Weihers habe sich in den letzten 150 Jahren nur geringfügig verändert, schreibt die Stadt.

Die Bauarbeiten werden in den nächsten zwei Wochen ausgeführt. Das Aushubmaterial wird am Rand des Gebiets zwischengelagert und danach, im trockenen Zustand, abtransportiert. Die Ortsbürgergemeinde unterstützt die Unterhaltsarbeiten mit finanziellen Mitteln aus dem Straubenzeller Fonds.

Damm nicht mehr stabil

Weitere Unterhaltsarbeiten am Weiher betreffen den künstlich aufgeschütteten Damm am Bildweierweg. Untersuchungen des städtischen Tiefbauamtes zeigen, dass dieser nicht mehr stabil ist und so der Hochwasserschutz nicht mehr hundertprozentig gewährleistet ist. Im Frühling will die Stadt St. Gallen mit der Projektierung der Dammstabilisierung beginnen. Neben der Stabilisierung des Dammes werden diverse alte Auslaufbauwerke durch eine naturnahe Ablaufrinne ersetzt. Nach der Bebauung wird der Damm neu Bepflanzt. Die Stadt will so, die Artenvielfalt im Naturschutzgebiet erhöhen. Die Bauarbeiten beginnen frühestens im Winter 2019/2020.

(red)


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