Bundespräsident macht sich am SEF stark für liberale Ordnung

Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat am Donnerstag das Swiss Economic Forum in Interlaken eröffnet (Archiv).
Bundespräsident Johann Schneider-Ammann hat am Donnerstag das Swiss Economic Forum in Interlaken eröffnet (Archiv). © KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
In seiner Eröffnungsrede am Swiss Economic Forum hat sich Bundespräsident Johann Schneider-Amman für den Abbau von Regulierungen stark gemacht. Dies sei die Voraussetzung dafür, dass Unternehmen im richtigen Moment rasch handeln könnten. “Agilität – Erfolgsfaktor in Zeiten des Wandels”.

So lautet das Motto am diesjährigen Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken. Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nutzte den Begriff für eine humoristische Einleitung. Er danke dem Veranstalter Dominik Isler dafür, einen Berner zum Thema Agilität sprechen zu lassen. Gelächter brandete im Kursaal Interlaken.

Dann wurde Schneider-Ammann ernst. Stabilität, Zugang zu Märkten und Freiheiten seien die Basis für dauerhafte Spitzenleistungen. Bestmögliche Rahmenbedingungen dafür zu schaffen sei der Kern der Schweizer Wirtschaftspolitik.

“Agilität ist auch wichtig. Aber sie ist keine staatliche Rahmenbedingung, sondern die Fähigkeit der Unternehmen, im richtigen Augenblick rasch handeln zu können”, sagte Schneider-Ammann am Donnerstag gemäss Redetext. Mit einer liberalen Ordnung und einer forcierten Bildungspolitik könne der Staat diese Fähigkeit begünstigen.

“Deshalb liegt mir die Bildung so am Herzen. Eine national und international erfolgreiche Wirtschaft braucht beides: langfristige Perspektiven und kurzfristige Reaktionsräume”, betonte der Wirtschafts- und Bildungsminister.

Zum Schluss seiner Rede nahm Schneider-Ammann Bezug auf die am Freitag beginnende Fussballeuropameisterschaft. Wer im Wettbewerb der Besten Tore schiessen wolle, brauche sowohl das Standbein, also Stabilität, als auch das Spielbein, also Agilität. “Und Tore in der Wirtschaftspolitik sind Attraktivität, Wachstum, und Arbeitsplätze für alle”, schloss der Bundespräsident.

(SDA)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen