Burgermeister muss russisches Langlaufteam verlassen

Das Engagement von Reto Burgermeister in Russlands Langlauf-Szene ist beendet
Das Engagement von Reto Burgermeister in Russlands Langlauf-Szene ist beendet © KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE
Reto Burgermeister ist nicht mehr Trainer des russischen Langlauf-Teams um Sergej Ustjugow und Jewgeni Below. Der eigentlich bis 2018 laufende Vertrag mit dem Zürcher Oberländer ist aufgelöst.

Der 41-jährige Burgermeister arbeitete während fünf Jahren mit russischen Langläufern, jedoch ausserhalb der regulären Strukturen des russischen Skiverbands, was immer wieder zu Spannungen führte. «Es ist sehr schade, dass unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem russischen Skiverband so endet», erklärt Team-Managerin Isabel Knauthe, die wie Burgermeister noch auf sechs ausstehende Monatslöhne wartet, in einer Medienmitteilung. Der Schweizer und die Deutsche sind nun auf Jobsuche.

Zuletzt gehörten Sergej Ustjugow, Dritter der letzten Tour de Ski, Jewgeni Below, Stanislaw Wolschenzew, Anton Gafarow und Ermil Wokujew zu Burgermeisters Team. Sie schliessen sich nun der Trainingsgruppe des deutschen Trainers Markus Cramer an, dem unter anderen auch Alexander Legkow angehört.

Die grössten Erfolge hatte Burgermeister mit eben diesem Legkow, Olympiasieger 2014 über 50 km und Gewinner der Tour de Ski 2013, sowie Ilja Tschernoussow, Ehemann der Schweizer Biathletin Selina Gasparin und Olympia-Dritter 2014, gefeiert.

Als Aktiver hatte Burgermeister 2002 bei den Olympischen Spielen in Salt Lake City Platz 6 mit der Männer-Staffel und den 9. Rang über 15 km erreicht. Als beste Resultate im Weltcup stehen zwei zweite Plätze zu Buche. 2009 trat er vom aktiven Wettkampfsport zurück. Für seine Verdienste um den russischen Langlaufsport wurde Burgermeister 2014 von Präsident Wladimir Putin mit dem Freundschafts-Orden ausgezeichnet.

(SDA)


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