Beat Feuz Dritter in einem verrückten Rennen

Beat Feuz hat auch in Garmisch allen Grund zu jubeln
Beat Feuz hat auch in Garmisch allen Grund zu jubeln © KEYSTONE/AP/GIOVANNI AULETTA
Unglaublich: Beat Feuz schafft es nach Kitzbühel auch in der Abfahrt von Garmisch aufs Podest. Der knapp 29-jährige Emmentaler belegt Platz 3. Zum Sieg fehlen 24 Hundertstel.

Man dürfe nun nicht erwarten, dass es ihm in jedem Rennen aufs Podium reiche, hatte Beat Feuz vor dem Rennen gewarnt.Schliesslich bestritt der knapp 29-jährige in Garmisch erst das vierte Weltcuprennen nach seinem Achillessehnenriss, der ihn bis zum Wengener Wochenende von den Pisten fern gehalten hatte. Doch dann überraschte Feuz ein weiteres Mal alle – und fuhr zum 19. Mal in seiner Karriere aufs Podest.

Um 24 Hunderstel nur verpasste Feuz den Sieg, der unerwartet an den Norweger Aleksander Kilde ging. Der erst 23-Jährige verhinderte eine noch grössere Überraschung, indem er mit Nummer 30 den vermeintlichen Sensationsmann Bostjan Kline noch abfing. Der Slowene hatte mit Nummer 3 eine Bestzeit vorgelegt, die nur noch von Kilde geschlagen wurde.

Kilde füllte mit seinem ersten Weltcupsieg die grosse Lücke, die Aksel Lund Svindal durch sein Saison-Out von Kitzbühel hinterlassen hat. Insgesamt realisierte Kilde den bereits 17. Erfolg eines Norwegers in diesem Winter. Der zweitplatzierte Kline hatte im Weltcup noch nie eine Top-10-Klassierung erreicht, doch sein Potential war bekannt. 2011 war Kline Junioren-Weltmeister sowohl in der Abfahrt als auch im Super-G.

Die Abfahrt präsentierte sich gegenüber dem Training völlig verändert. Der gefrorene Frühlingsschnee machte die Unterlage hart, und zudem herrschte wie schon in der Vorwoche in Kitzbühel sehr schlichtes Licht. Die Fahrer konnten die Wellen kaum erkennen. Beat Feuz aber trotzte den schwierigen Bedingungen erneut bravourös.

Carlo Janka vergab in der Einfahrt zum Himmelreich eine weitere Spitzenklassierung. Der Bündner, 2010 Gewinner der Garmischer Abfahrt, lag an dieser Stelle absolut auf Kurs, doch dann verlor er nach einem Quersteller das ganze Tempo und landete ausserhalb der Top 20.

(SDA)


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