Charlotte Roche hat Angst vor der “Bratpfanne des Schicksals”

Charlotte Roche will lieber nicht zu glücklich sein: Die Autorin fürchtet sich so sehr vor einem strafenden Gott, dass sie Spassiges lieber von Anfang an vermeidet (Archiv).
Charlotte Roche will lieber nicht zu glücklich sein: Die Autorin fürchtet sich so sehr vor einem strafenden Gott, dass sie Spassiges lieber von Anfang an vermeidet (Archiv). © /EPA/Angelika Warmuth
Charlotte Roche (“Feuchtgebiete”) kann ihr Glück nur selten geniessen. “Ich habe grosse Angst, zu glücklich zu sein. Ich würde nie sagen, mir geht es rundherum gut, weil ich denke, dann kommt die Bratpfanne des Schicksals und zieht dir eins über den Hinterkopf.

Das liege an dem “kranken, alttestamentarischen Gedanken vom strafenden Gott”, den sie – obwohl Atheistin – nicht aus sich raus kriege, sagte die 37-jährige Erfolgs-Autorin dem Frauenmagazin “Emotion”.

Sie sei viel zu streng mit sich selbst, sagte Roche weiter. “Alles was mir Spass macht, gönne ich mir im Zweifelsfall nicht.” Für sie sei es Wellness, “wenn ich die Heizung auf eins drehe und einmal kurz die Füsse dran halte”.

Roche, die gerade ihren dritten Roman “Mädchen für alles” auf den Markt gebracht hat, sagte ausserdem, sie fühle sich nicht wert, geliebt zu werden. “Da ist sicher ganz früh das Urvertrauen abgemurkst worden. In meiner Kindheit zählte nur Leistung. Meine Eltern haben mir nie vermittelt: Wir lieben dich – egal, ob du was auf die Reihe kriegst.”

(SDA)


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