China und Taiwan tauschen Spione aus

Das historische Treffen zwischen Präsidenten Chinas und Taiwans zeigt nun auch handfeste Folgen: Die Länder haben gefangen genommene Spione ausgetauscht. (Archivbild)
Das historische Treffen zwischen Präsidenten Chinas und Taiwans zeigt nun auch handfeste Folgen: Die Länder haben gefangen genommene Spione ausgetauscht. (Archivbild) © KEYSTONE/AP/WONG MAYE-E
China und Taiwan haben wenige Wochen nach dem historischen Treffen ihrer Präsidenten Spione ausgetauscht. China habe zwei Offiziere des taiwanesischen Militär-Geheimdienstes nach mehr als neun Jahren Haft freigelassen, teilte die Regierung Taiwans am Montag mit.

Im Gegenzug habe Taiwan einen chinesischen Agenten auf freien Fuss gesetzt. In der Erklärung der taiwanesischen Regierung hiess es, der Agentenaustausch sei ein Zeichen des guten Willens nach dem Treffen der beiden Präsidenten.

Anfang November waren Chinas Staatschef Xi Jinping und sein taiwanesischer Kollege Ma Ying Jeou in Singapur zusammengekommen – es war das erste Treffen von Präsidenten beider Staaten seit 1949.

China sieht den Inselstaat Taiwan, der demokratisch regiert wird, als abtrünnige Provinz an. Dorthin hatten sich die im Bürgerkrieg unterlegenen Nationalchinesen, die Kuomintang, 1949 vor den siegreichen Kommunisten geflüchtet.

(SDA)


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