Cicor verlagert einen Teil der Produktion ins Ausland

Cicor-Mitarbeitende bei der Arbeit: Das Unternehmen will die Entwicklung in der Schweiz stärken, die Produktion aber zu einem Teil ins Ausland verlagern.
Cicor-Mitarbeitende bei der Arbeit: Das Unternehmen will die Entwicklung in der Schweiz stärken, die Produktion aber zu einem Teil ins Ausland verlagern. © Cicor
Das Elektronikunternehmen Cicor will Produkte, die in grösseren Mengen hergestellt werden, vermehrt in Rumänien oder Asien fertigen lassen. Dazu verdoppelt das Unternehmen die Produktionskapazitäten im rumänischen Arad durch einen Neubau bis Ende 2016.

Gleichzeitig solle die Entwicklungstätigkeit in der Schweiz gestärkt werden, sagte Cicor-Chef Jürg Dübendorfer der Nachrichtenagentur sda. So wird im sankt-gallischen Bronschhofen derzeit ein neues Kompetenzzentrum errichtet. Dort wird ab August 2016 auch die Gruppenleitung angesiedelt, wie Cicor am Dienstag mitteilte.

Durch die Umstrukturierung solle das Unternehmen nach den Kundenbedürfnissen ausgerichtet werden, sagte Dübendorfer: “Entwicklung in der Schweiz, Produktion zu bestmöglichen Preisen.”

Der Umbau ist auch eine Reaktion auf den starken Franken. Im ersten Halbjahr brach der Gewinn ein. Bereits im Oktober hatte das Unternehmen daher mitgeteilt, dass die beiden Schweizer Leiterplattenproduktions-Standorte in Moudon VD und Boudry NE in Boudry zusammengelegt werden.

Zudem zieht der Kundendienst der Abteilung für elektronische Lösungen von Quartino TI nach Bronschhofen SG. Die Verlagerungen haben “vereinzelte Kündigungen” zur Folge, wie der Cicor-Chef bereits im Oktober bekanntgab und am Dienstag bestätigte. An beiden aufgegebenen Standorten seien jeweils weniger als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angestellt, sagte er.

Cicor will künftig stärker komplette Produkte anbieten. So sollen zum Beispiel statt nur Leiterplatten bestückt, auch die Plastikteile dazu geliefert und die Verkabelung angeboten werden. “Wir wollen uns breiter aufstellen, mehr Wertschöpfung generieren und damit auch eine höhere Marge erzielen”, sagte Dübendorfer.

(SDA)


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