Comedian schickt Hilferuf von Lesbos

Spass beiseite: Im Moment ist es Comedian Michael "Grosi" Grossenbacher nicht zum Lachen zumute - was er als Flüchtlingshelfer auf Lesbos sieht, macht ihn wütend (offizielle Website).
Spass beiseite: Im Moment ist es Comedian Michael "Grosi" Grossenbacher nicht zum Lachen zumute - was er als Flüchtlingshelfer auf Lesbos sieht, macht ihn wütend (offizielle Website). © Keystone
Als “Grosi” bringt er die Fans zum Lachen, als Flüchtlingshelfer in Griechenland wird Michael Grossenbacher ernst: “Die Erlebnisse hier auf Lesbos erzeugen in mir eine Mischung aus Trauer und unbändiger Wut. Einer Wut, dass wir akzeptieren, was hier unten passiert.”

Via Facebook-Videobotschaft schickte der Berner Comedian (“Gigantenstadl”), der seit einigen Tagen auf Lesbos im Einsatz ist, einen Aufruf an die Schweizer Politiker. “Es ist jetzt nötig zu handeln. Jetzt, unmittelbar”, so der 42-Jährige. Dass es schwierig sei, wolle er nicht hören. “Wenn eine Feuerwehr ausrücken muss, dann muss sie das Haus löschen. Egal, ob die Situation schwierig ist oder nicht.”

Was er derzeit erlebe, sei furchtbar. “Ich hatte Kinder im Arm, die haben geschlottert in einer Art und Weise, das habe ich noch nie gesehen. Es sind Bilder, die werde ich niemals vergessen. Es sind vor allem Bilder, die völlig unnötig sind.” Der Komiker fordert von den Schweizer Politikern dringendes Handeln: Er wünscht sich “safe passage”, einen sicheren Weg für die Flüchtlinge nach Europa.

(SDA)


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