CVP hält sich an Ticket – SP gegen Gobbi

"Wenn ein anderer Kandidat vorne liegen würde, würden wir eine Unterbrechung der Versammlung verlangen", sagte CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi nach der Fraktionssitzung vom Dienstag. (Archivbild)
"Wenn ein anderer Kandidat vorne liegen würde, würden wir eine Unterbrechung der Versammlung verlangen", sagte CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi nach der Fraktionssitzung vom Dienstag. (Archivbild) © Keystone/LUKAS LEHMANN
Die CVP will bei den Bundesratswahlen einen Kandidaten vom SVP-Dreierticket wählen, wie Fraktionschef Filippo Lombardi (TI) sagte. Sie will dies tun, so lange dieses Ticket besteht und lässt sich damit ein Türchen offen.

“Wir rechnen damit, dass jemand vom Ticket das Rennen macht”, sagte Lombardi nach der Zusammenkunft seiner Fraktion am Dienstagabend vor den Medien. “Wenn ein anderer Kandidat vorne liegen würde, würden wir eine Unterbrechung der Versammlung verlangen.”

Wen vom SVP-Dreierticket die 43-köpfige CVP-Fraktion wählen wird, liess Lombardi offen. Dieser Entscheid werde am Mittwoch vor der Wahl gefällt. Lombardi kritisierte erneut die Ausschlussklausel der SVP für gewählte, aber von ihr nicht zur Wahl vorgeschlagene Bundesräte. Die CVP fordert die Abschaffung der Klausel.

SP gegen Norman Gobbi

Die SP-Fraktion spricht sich am Vorabend der Bundesratswahlen gegen Norman Gobbi aus. Sie habe einstimmig entschieden, Gobbi nicht zu wählen, sagte Fraktionschef Roger Nordmann (VD) vor den Medien im Bundeshaus.

Das ist laut Nordmann der einzige Entscheid, den die SP nach den Hearings mit den drei nominierten SVP-Kandidaten Norman Gobbi, Thomas Aeschi und Guy Parmelin gefällt hat.

Aus Sicht der SP-Fraktion ist der Tessiner Gobbi wegen seiner Lega-Herkunft nicht wählbar. Die Lega rede die Institutionen schlecht und verbreite rassistische Äusserungen, stellte Nordmann fest.

(SDA)


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