Damien Brunner schiesst Lugano zum Sieg

Damien Brunner schiesst Lugano mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Overtime zum zweiten Sieg in der Best-of-7-Serie der Playoff-Halbfinals gegen Genève-Servette
Damien Brunner schiesst Lugano mit seinem Treffer in der zweiten Minute der Overtime zum zweiten Sieg in der Best-of-7-Serie der Playoff-Halbfinals gegen Genève-Servette © KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI
Lugano geht in der Halbfinalserie gegen Genève-Servette 2:1 in Führung. Die Tessiner setzten sich in Spiel 3 in Genf nach einem 0:2-Rückstand mit 4:3 nach Verlängerung durch. Nur die ZSC Lions waren in der Qualifikation vor heimischem Publikum besser gewesen als Genève-Servette und Lugano.

Dennoch setzte sich in dieser Halbfinalserie zum dritten Mal das Auswärtsteam durch. Den Siegtreffer für die Luganesi erzielte nach 1:12 Minuten der Overtime Damien Brunner, der bereits das 2:2 erzielte hatte. Der frühere NHL-Spieler profitierte von einem kapitalen Puckverlust des Genfer Verteidigers Daniel Vukovic. Damit vermiesten die Bianconeri Servettes Headcoach Chris McSorley gründlich den 54. Geburtstag.

Die 7135 Zuschauer in der ausverkauften Les-Vernets-Halle erlebten eine verrückte Partie. Servette ging bis zur 31. Minute dank zweier Powerplay-Tore von Romain Loeffel 2:0 in Führung und hatte die Partie weitgehend im Griff. Der Anschlusstreffer von Tony Martensson (36.) änderte jedoch die Physiognomie des Spiels.

Fortan war ein anderes Lugano zu sehen. Nachdem Brunner 64 Sekunden vor der zweiten Pause der Ausgleich gelungen war, brachte PostFinance-Topskorer Linus Klasen die Gäste in der 48. Minute verdient in Führung. Eine heftige Reaktion der Genfer blieb aus; die Luganesi kamen dem 4:2 mehrmals nahe. Der stark aufspielende Martensson, der nicht nur seinen sechsten Treffer in den laufenden Playoffs erzielte, sondern auch zwei Assists verbuchte, vergab in der 51. und 53. Minute zwei Topchancen, wobei Servettes Goalie Robert Mayer bei der zweiten mirakulös rettete. Dies rächte sich. In der 56. Minute traf Marco Pedretti quasi aus dem Nichts zum 3:3. Damit musste zum zweiten Mal in Folge eine Verlängerung die Entscheidung bringen, diesmal mit dem besseren Ende für Lugano.

Das 1:0 von Loeffel (26.), der von der blauen Linie traf, war das erste Powerplay-Tor der Genfer in dieser Serie gewesen. Kurz nach dem 2:0, das bei fünf gegen drei Feldspielern fiel, da eine Strafe gegen Lugano angezeigt war, konnten die Genfer während 58 Sekunden erneut mit zwei Mann mehr agieren. Dabei verpasste Timothy Kast knapp das 3:0. Nachdem Luganos Philippe Furrer zurückgekehrt war, vergab Kevin Romy eine weitere Topchance zum dritten Treffer. Insofern war die Niederlage für Servette äusserst ärgerlich.

Genève-Servette – Lugano 3:4 (0:0, 2:2, 1:1, 0:1) n.V.

7135 Zuschauer (ausverkauft). – SR Massy/Kurmann, Borga/Kaderli. – Tore: 26. Loeffel (Riat/Ausschluss Martensson) 1:0. 31. Loeffel (Romy/Ausschlüsse Mercier; Klasen, Furrer) 2:0 (Strafe angezeigt). 36. Martensson (Klasen, Furrer/Ausschluss Rubin) 2:1. 39. Brunner (Martensson, Chiesa) 2:2. 48. Klasen (Martensson, Brunner) 2:3. 56. Pedretti (Jacquemet) 3:3. 62. (61:12) Brunner 3:4. – Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 6mal 2 Minuten gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: Romy; Klasen.

Genève-Servette: Mayer; Antonietti, Mercier; Vukovic, Fransson; Loeffel, Bezina; Iglesias; Traber, Pyatt, Gerber; Douay, Slater, Rubin; Jacquemet, Lombardi, Pedretti; Riat, Romy, Kast; Simek.

Lugano: Merzlikins; Chiesa, Furrer; Ulmer, Kparghai; Kienzle, Hirschi; Walker, Sannitz, Lapierre; Brunner, Martensson, Klasen; Bertaggia, Stapleton, Hofmann; Kostner, Dal Pian, Reuille.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Rod (gesperrt), Almond, Bays, Wick und D’Agostini. Lugano ohne Pettersson, Steinmann, Vauclair und Morini (alle verletzt). – 31. Pfostenschuss Romy.

(SDA)


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