Das Herz des OpenAir St.Gallen

Von Leila Akbarzada
Es wird fleissig gezählt und geschleppt in der Logistik.
Es wird fleissig gezählt und geschleppt in der Logistik. © FM1Today
Ohne sie könnte das OpenAir St.Gallen nicht leben: Die Logistik. Sie versorgt das Festival mit den wichtigsten Lebenselixieren. Wie viel Arbeit dahinter steckt, bis das kühle Bier am Schluss in deiner Hand landet, weiss der Ressortleiter des Bestellbüros.

Es ist die Ruhe vor dem grossen Sturm, beziehungsweise danach. In der Logistik ist am Donnerstagvormittag viel los. Zuerst werden die verschiedenen Stände und Bars mit Infrastruktur wie Festbänken beliefert. Danach folgt das grosse Auffüllen. Stars and Stripes-Bar, Habsburg Bar, Casa Bacardi (ehemaliger Bacardi Dome) – alle beziehen sie ihre Getränke, Einwegbecher und das Mehrweggeschirr aus dem kleinen Logistik-Zelt.

173’000 Liter Bier

Letztes Jahr gingen rund 173’000 Liter Bier – der bisherige Rekord – über die verschiedenen Tresen des OASG sowie 85’000 Liter Softdrinks. Das braucht Organisation. “Die Abläufe sind ganz klar geregelt – eine Bestellung wird dreimal überprüft, bis sie wirklich raus geht. Trotzdem passieren Fehler, das ist einfach so am OpenAir”, erklärt Dennis Padel.

20 Jahre Logistik-Erfahrung

Padel ist seit zwanzig Jahren beim OpenAir St.Gallen dabei. Fast ebenso lang ist er im OK des OpenAir St.Gallen, heute als Ressortleiter des Bestellbüros. Er gehört damit zu den Hauptverantwortlichen der Logistik, bei der rund 150 Helfer im Einsatz sind. “Ich habe viele Veränderungen in den zwanzig Jahren miterlebt”, sagt Padel. Die Abläufe seien komplexer geworden. “Als ich hier angefangen habe, füllten wir noch von Hand Bestellzettel aus”, erzählt der 38-Jährige. Heute läuft das natürlich alles elektronisch.

Dennis Padel ist schon seit 20 Jahren für die Logistik des OpenAir St.Gallen tätig.

Dennis Padel ist schon seit 20 Jahren für die Logistik des OpenAir St.Gallen tätig. ©FM1Today

Schnelligkeit ist gefragt

Freitag- und Samstagabend sind zwar hektische Abende, aber der Sonntag ist definitiv der anstrengendste Tag für ihn und sein Team. “Alle wollen ihre Getränkebestände gleichzeitig zurückgeben”, so Padel. Und es müsse jeweils schnell gehen. Das gilt natürlich nicht nur für den Sonntag, sondern für alle vier Tage. Sonst kommen schnell die Besucher und bedienen sich an den Getränken.

Mühsame Schlammschlacht im 2013

An ein Jahr mag sich Padel bestens erinnern, und zwar ans 2013. Das OASG versank regelrecht im Schlamm. “Unsere Fahrzeuge blieben im Schlamm stecken, wir konnten nicht mehr liefern”, erzählt Padel. Normalerweise dauere die Lieferzeit von Bestellaufgabe bis zur tatsächlichen Anlieferung zwei Stunden. “In diesen Tagen dauerte die Lieferung sechs bis sieben Stunden, wir kamen einfach nicht mehr nach”.

Grosse, ungewisse Freude

Auch wenn er während der vier Tage nicht wirklich viel Zeit für Schlaf und Freizeit hat: Dennis Padel freut sich jedes Jahr wieder auf den Event. “Die Freude ist riesig, aber man weiss nie, was man kriegt”, sagt er. Jede Ausgabe des OpenAir St.Gallen habe seine Eigenheiten, an die er sich erinnere. “Ich bin nun schon mehr als die Hälfte meines Lebens am OpenAir St.Gallen dabei. Irgendwie gehört es ein bisschen zu mir.”

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