Das Team Canada schlägt Davos 2:0

Alexandre Giroud erzielte das vorentscheidende 1:0 für das Team Canada
Alexandre Giroud erzielte das vorentscheidende 1:0 für das Team Canada © KEYSTONE/SPENGLER CUP/MELANIE DUCHENE
Der HC Davos verliert auch das zweite Spiel am Spengler Cup. Dem Team Canada unterliegt der Schweizer Meister 0:2. Alexandre Giroux und Chris DiDomenico erzielen die Tore der Kanadier.

Nach der empfindlichen Lektion gegen Jekaterinburg (1:5) stand für den Gastgeber nur noch ein einigermassen ordentliches Ergebnis gegen das Team Canada zur Debatte, für eine Verbesserung im Cattini-Tableau hätte der HCD einen Sondereffort benötigt. Den Schaden hielten die Einheimischen in erster Linie dank ihrem fehlerlosen Meister-Keeper Leonardo Genoni in Grenzen. In der Zusatzschlaufe am Dienstag gegen Jokerit Helsinki droht dem Spengler-Cup-Rekordsieger Davos nun sogar die erste Nullbilanz seit 18 Jahren.

So unwiderstehlich wie in den Neunzigerjahren ist die mit einigen überzähligen AHL- und KHL-Professionals ergänzte und NLA-geprägte Team Canada nicht mehr. Aber gut genug ist das von Guy Boucher trainierte Team nach wie vor, um einen kraftlosen Kontrahenten problemlos zu kontrollieren. Die Tor-Doublette von Ambri-Stürmer Alexandre Giroux (26.) und dem SCL-Tigers-Leader Chris DiDomenico innert sechs Minuten genügte zur Erfüllung der Pflicht.

Der HCD hingegen trägt bei der diesjährigen Auflage seines Hockey-Fests verschwindend wenig zur Unterhaltung bei. Die Bündner hatten zwar erneut auf (zu) viele Titulare zu verzichten, der Output ist für die mit 115 Toren beste Offensive der NLA gleichwohl enttäuschend gering. In ihrer aktuellen Besetzung sind sie offenbar nicht in der Lage, den üblichen Highspeed-Modus zu aktivieren.

Mit jener Mannschaft, die in den vergangenen Wochen von einem Champions-League-Highlight zum nächsten stürmte, hat der HCD aus verschiedenen Gründen wenig gemeinsam. Nicht nur die verletzten oder geschonten Protagonisten fehlten, auch die letzte Konsequenz, die wilde Entschlossenheit, die grossen Emotionen zu entfachen, war nicht auszumachen.

Stattdessen gewährte Arno Del Curto gleich mehreren Talenten erste Erfahrungswerte auf höherem Niveau. Zur notgedrungen erheblich verjüngten Formation gehörten beispielsweise Jerome Portmann (18) und Sin Schläpfer (19), die erst vor wenigen Tagen in der NLA debütiert hatten – sechs Akteure haben die 20-Jahre-Marke noch nicht überschritten.

Team Canada – Davos 2:0 (0:0, 2:0, 0:0)

6300 Zuschauer. – SR Kimmerly (Ka)/Vinnerborg, Kovacs/Tscherrig. – Tore: 26. Giroux (Lombardi) 1:0. 32. DiDomenico (Pyatt) 2:0. – Strafen: 2mal 2 Minuten gegen das Team Canada, 3mal 2 Minuten gegen Davos.

Team Canada: Glass; Johnson, Aulie; Alexandre Picard I, Bergeron; Vukovic, Ellerby; Cundari, Carrick; Emmerton, Malhotra, Paillé; Pyatt, Sheppard, DiDomenico; D’Agostini, Giroux, Lombardi; Conacher, Roy, Ellison.

Davos: Genoni; Du Bois, Koistinen; Nater, Forster; Brejcak, Jung; Guerra, Schmutz; Sciaroni, Ambühl, Alexandre Picard II; Setoguchi, Lindgren, Moss; Aeschlimann, Corvi, Portmann; Ryser, Schläpfer, Sieber.

Bemerkungen: Davos ohne Axelsson, Paulsson, Schneeberger, Simion (alle verletzt), Dino Wieser (krank), Heldner, Kindschi, Egli, Forrer, Tino Kessler (alle U20-WM), Jörg, Walser, Marc Wieser, Paschoud (alle überzählig), Canada ohne Focault, Clark (beide überzählig). 32. Timeout von Davos.

Rangliste (je 2 Spiele): 1. Team Canada 6. 2. Jekaterinburg 3. 3. Davos 0.

(SI)


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