Das wichtigste Spiel seit zwei Jahren

Schweizer Fans fiebern in einem Puplic Viewing in Lugano bei der Partie Schweiz - Frankreich mit.
Schweizer Fans fiebern in einem Puplic Viewing in Lugano bei der Partie Schweiz - Frankreich mit. © KEYSTONE/Gabriele Putzu
Noch einen Tag, dann bestreitet die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft das EM-Achtelfinale gegen Polen. Für die Nati ist es das wichtigste Spiel seit dem Achtelfinal-Out gegen Argentinien an der Weltmeisterschaft in Brasilien vor zwei Jahren. Klar ist, der Schweiz steht ein ungemütlicher Samstagnachmittag bevor.

Es ist das Duell der Weltnummern 15 (Schweiz) und 27 (Polen) der FIFA-Weltrangliste. Obwohl die Schweiz auf dem Papier Favorit ist, ganz so einfach ist die Angelegenheit nicht. Die beiden Teams dürften sich auf Augenhöhe befinden. Wollen die Schweizer in der K.O.-Phase einer Endrunde erstmals seit 1938 ein Spiel gewinnen, muss es ihnen gelingen, Polens Superstar Robert Lewandowski zu stoppen und gleichzeitig im Angriff effizienter zu agieren.

Defensive als Basis zum Erfolg

Auf Schweizer Seite dürften vor allem die beiden Innenverteidiger Johan Djourou und Fabian Schär im Fokus stehen. Sie dürfen sich nicht von Lewandowski austricksen lassen. Im ersten Gruppenspiel gegen Albanien zwar noch ein bisschen nervös, haben die beiden Bundesliga-Söldner gegen Rumänien und Frankreich überzeugt und bildeten auch unter Druck eine stabile Basis im Spiel der Nati. Djourous Sprungkraft und Kopfballstärke sowie Schärs gutes Auge und seine erstklassigen Pässe in die Schnittstelle dürften gegen Lewandowski extrem viel wert sein.

Sind Fans von Timm Klose, obwohl dieser an der EM nicht dabei ist: Adrian Inauen (Mitte) und seine Mitbewohner Timo und Simon.

Sind Fans von Timm Klose, obwohl dieser an der EM nicht dabei ist: Adrian Inauen (Mitte) und seine Mitbewohner Timo und Simon. (Bild: zVg)

Die Tormaschine

Mit dem aktuellen Bayern- und ehemaligen Dortmund-Spieler verfügen die Polen über den aktuell wohl besten Mittelstürmer der Welt. In sechs Jahren Bundesliga und 194 Partien erzielte Lewandowski 121 Tore. Aber der 27-Jährige ist an der EM bisher noch nicht richtig auf Touren gekommen und hat noch kein Tor erzielt. Sowieso wartet er seit über sieben Monaten auf ein Tor im Trikot der polnischen Nationalmannschaft. Aber auch ohne persönliches Erfolgserlebnis hat er in Polen den Status des unersetzlichen Leaders von Weltformat.

Vorfreude in den sozialen Medien

Das Spiel wird am Samstagnachmittag um 15 Uhr in St.Etienne angepfiffen. Heute kurz vor Mittag ist die Schweizer Mannschaft in St.Etienne gelandet. Der SFV hat dazu folgenden Tweet abgesetzt:

Um 16.30 Uhr begann das Abschlusstraining im Stade Geoffroy Guichard in St. Etienne. Sowohl in der Schweiz als auch vor Ort werden wieder viele Schweizer mit der Nati mitfiebern. Unter anderem auch Adrian Inauen aus St.Gallen und seine beiden Mitbewohner. Sie werden sich morgen um 3 Uhr in der Früh mit dem Auto aufmachen nach St. Etienne. “Wir haben uns nach einer Übernachtung im Hotel erkundigt. Diese würde uns aber 800 Franken pro Person kosten. Deshalb haben wir uns für diese Variante entschieden”, sagt Inauen.

(SDA/uli)


Newsletter abonnieren
0Kommentare
noch 1000 Zeichen