Dauerregen macht Bienen krank

Biene findet auf einem Holzbrett ein Stück Futter.
Biene findet auf einem Holzbrett ein Stück Futter. © pd
Schlechte Zeiten für Bienen: Wegen des Dauerregens verkriechen sich die Tiere im Bienenstock. Die Imker sind alarmiert.

“Wenn es den Bienen gut geht, geht es auch der Natur und damit den Menschen gut”, schreibt Jack Mingo in seinem Buch “Die Weisheit der Bienen”. Schlechte Umweltbedingungen machen den Bienenvölkern weltweit zu schaffen, zurzeit aber ganz besonders das regenreiche Wetter hier im FM1-Land.

“So ein extrem nasses Frühjahr habe ich noch selten erlebt”, sagt Othmar Schmid, Vizepräsident und Bienenberater des Bienenzüchtervereins St.Gallen und Umgebung. Bei Regen, Wind und tiefen Temperaturen können die Bienen nicht fliegen – entsprechend mangelt es ihnen an Futter. Aber auch wenn sie fliegen würden, wäre kaum Futter zu finden: “Der Regen hat die Pflanzenpollen gründlich abgewaschen”, sagt Schmid. Es braucht dringend eine Schönwetterperiode: “Ein paar Stunden oder nur ein Sonnentag reichen nicht.”

“Das Wetter ist bei den Imkern ein grosses Thema”, sagt Schmid. Zurzeit füttern diese ihre Bienen mit Futterwaben oder einem speziellen Futterteig, aber nicht mit flüssigem Zucker. “Zucker würde die nächste Honigernte verfälschen, falls wir überhaupt nochmals ernten können.”

“Es ist zwar nicht unüblich, dass Imker im Juni die Bienen füttern müssen, doch wenn es nicht sehr bald bessert, wird die Situation der Bienen prekär. Dieses feuchtkalte Wetter macht die Bienen schwach und krankheitsanfällig”, sagt Schmid. Entsprechend froh dürften die Imker auf die neusten Wetterprognosen reagieren: Der Sommer kehrt ab Mitte Woche zurück.

(agm)

 

 

 

 


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