Davoser Hauptprobe gelingt halbwegs

Bedrängen Berns Derek Roy: die Davoser Marc Wieser (Mitte) und Beat Forster
Bedrängen Berns Derek Roy: die Davoser Marc Wieser (Mitte) und Beat Forster © KEYSTONE/JUERGEN STAIGER
Dem HC Davos gelingt die Hauptprobe für das Viertelfinal-Hinspiel in der Champions Hockey League am Ende doch noch. Die Davoser besiegen Bern dank Vollgas-Hockey mit 4:3 nach Verlängerung.Mit dem neunten Sieg aus den letzten elf Partien halten die Davoser den Kontakt zur Ranglistenspitze.

Die Davoser werden mit grossem Selbstvertrauen am Dienstag gegen Skelleftea antreten können. So richtig zufrieden waren die Davoser am Ende aber dennoch nicht. Die Davoser dominierten die Partie 40 Minuten lang nach Belieben und führten schon nach 27 Minuten mit 3:0. Dennoch musste sich das Team von Arno Del Curto am Ende mit zwei gewonnenen Punkten begnügen.

Denn die Davoser lehnten sich zu Beginn des Schlussabschnitts beim Stand von 3:1 zurück. Die Überheblichkeit des Heimteams bestrafte Bern mit den Toren zum 3:3-Ausgleich durch Martin Plüss (41.) und Sean Bergenheim (45.). Trotz der erfolgreichen Aufholjagd vom 0:3 zum 3:3 kassierte auch Bern einen Dämpfer. Daniel Manzato, die Goalie-Leihgabe aus Lugano, verdrehte sich beim ersten Einsatz für Bern nach 43 Minuten ohne gegnerische Einwirkung das Knie. Wegen einer Knieverletzung hatte Manzato schon im Oktober Partien verpasst. Yannick Schwendener stand im Finish wieder vor dem Berner Tor und kassierte nach 158 Sekunden der Verlängerung das entscheidende Gegentor durch Félicien Du Bois.

Bern scheint den Rückenwind, der nach der Absetzung von Trainer Guy Boucher kurz aufgefrischt ist, bereits wieder zu verlieren. Schon die ersten Siege unter Lars Leuenberger gegen Fribourg (2:1) und Lausanne (1:0) mussten hart erarbeitet werden. Seither gab es noch den knappen Sieg im Cup-Viertelfinal in Visp (3:2 nach Penaltyschiessen) und danach in der Meisterschaft Niederlagen gegen Langnau (5:6 nach Penaltyschiessen) und Davos. Die Berner nähern sich dem Strichkampf wieder an.

Telegramm:

Davos – Bern 4:3 (2:0, 1:1, 0:2, 1:0) n.V. – 6027 Zuschauer (Saisonrekord). – SR Kurmann/Massy, Borga/Wüst. – Tore: 9. Schneeberger (Dino Wieser, Sciaroni) 1:0. 19. Simion (Ambühl, Axelsson/Ausschluss Derek Roy) 2:0. 28. Lindgren (Axelsson, Schneeberger) 3:0. 30. Conacher (Derek Roy, Krueger/Ausschluss Samuel Walser) 3:1. 41. (40:16) Martin Plüss 3:2. 45. Bergenheim (Derek Roy, Conacher) 3:3. 63. (62:38) Félicien Du Bois (Marc Wieser) 4:3. – Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Bern. – PostFinance-Topskorer: Lindgren; Conacher.

Davos: Genoni; Félicien Du Bois, Kindschi; Schneeberger, Forster; Samuel Guerra, Paschoud; Brejcak, Jung; Sciaroni, Ambühl, Dino Wieser; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Simion, Corvi, Jörg; Sven Ryser, Samuel Walser, Aeschlimann.

Bern: Manzato (43. Schwendener); Jobin, Beat Gerber; Flurin Randegger, Blum; Tim Dubois, Helbling; Krueger, Gian-Andrea Randegger; Alain Berger, Martin Plüss, Simon Moser; Bergenheim, Derek Roy, Conacher; Pascal Berger, Luca Hischier, Bodenmann; Marco Müller, Reichert, Nico Hischier.

Bemerkungen: Davos ohne Setoguchi (gesperrt), Paulsson und Sieber, Bern ohne Bührer, Ebbett, Kobasew, Kreis, Ruefenacht, Tristan Scherwey, Smith und Untersander (alle verletzt). – Pfostenschüsse: Sven Ryser (14:26), Sciaroni (37.); Derek Roy (14:05). – Timeout Davos (45.).

(SI)


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