Der ewige Kampf um das Partyvolk

Der ewige Kampf um das Partyvolk
© Der "Gate 7"-Club in Buchs öffnete am Wochenende erstmals seine Tore. Bild: gate-7.ch
Mit Pauken und Trompeten startete im März letzten Jahres in Buchs eine Gross-Disco mit dem Namen “J’s”. Schon kurze Zeit darauf blieben die Gäste aus, der Laden machte dicht. Jetzt wagt Thomas Hagmann an derselben Location mit seinem “Gate 7” Jagd auf das Partyvolk.

“Wer nichts wagt, gewinnt nichts”, mit diesen Worten umschreibt Geschäftsführer Thomas Hagmann sein neues Party-Engagement in Buchs. Am Wochenende stand für sein Baby “Gate 7” an der Mühleäulistrasse die Feuertaufe auf dem Programm. Und sie war ein voller Erfolg: 650 Gäste kamen an den Eröffnungsabend, zu Spitzenzeiten waren 500 Menschen gleichzeitig in der Disco. “Buchs als Stadt hat einen ‘richtigen’ Club einfach verdient. Wir wollen unseren Kunden ein tolles Erlebnis bieten, damit sie auch in Zukunft wieder gerne zu uns kommen”, so Hagmann.

Der Vorgänger ist gescheitert

Grosse Investments brauchte der OK-Chef des Erlenfestes in Sevelen nicht zu tätigen. Das “Gate 7” nutzt die beinahe unveränderte Infrastruktur des vormaligen “J’s”. Wahrzeichen und Namensgeber ist eine silbern lackierte Flugzeugschnauze, die mitten in der Disco steht. Hier hatte sich vor etwas mehr als einem Jahr der vorherige Betreiber Jonny-Ayhan Yildiz angeschickt, die Ostschweizer Clubbingszene aufzumischen. Alleine das bargeldlose Zahlungssystem liess er sich 38’000 Franken kosten. Und auch sonst hielt sich der Disco-Chef damals nicht mit Superlativen zurück: “Wir wollen regelmässig internationale Star-DJ’s hier haben”, sagte er gegenüber TVO (siehe Video unten).

Die Träumereien vom vollen Club wichen aber schon bald der Ernüchterung. Das Partyvolk blieb aus, der Club bekam einen schlechten Ruf; unter anderem weil die Preise im beschaulichen Buchs eher Grossstadtcharakter hatten. Wenige Monate nach der Eröffnung im April 2014 machte die Disco bereits wieder dicht. Yildiz war innert kürzester Zeit gescheitert. Offiziell wurde dies nie bekannt gegeben; es fanden einfach keine Veranstaltungen mehr statt.

“Wir mussten das Konzept herunterschrauben!”

Die teils pompösen Hinterlassenschaften in der Grossdisco nutzt Thomas Hagmann nun für sein “Gate 7”. Die Infrastruktur hat er sich dazu von Yildiz gemietet, der weiterhin der Besitzer der Party-Location ist. “Es war nicht alles schlecht. Aber der alte Club hatte ein falsches Konzept und wollte um jeden Preis möglichst hochklassig sein. Wir mussten die Dimensionen anpassen.” Das heisst: “Gate 7” soll im Vergleich zum “J’s” deutlich günstiger sein und hat ausschliesslich samstags geöffnet. Und bei dieser Konzentration  auf einen Abend in der Woche soll es auch bleiben. Ganz nach der Devise: “Ein voller Club ist viel besser als ein halbleerer Club.”

In Buchs nimmt damit  wieder eine Gross-Disco den Kampf mit der im Rheintal omnipräsenten österreichischen Billigkonkurrenz auf. Angst vor einem Scheitern hat Thomas Hagmann nicht. Er ist überzeugt von seinem Konzept und beruft sich auf seine 15-jährige Erfahrung als Event-Organisator in der Region. (mla)

So berichtete TVO im März 2014 über die Eröffnung des damaligen “J’s” und den grossen Ambitionen des damaligen Geschäftsführers:

 


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