Der Ostschweizer “Ausbrecherkönig”

Der Ostschweizer “Ausbrecherkönig”
© Walter Stuerm, der sogenannte "Ausbrecherkoenig" tippt in seiner Zelle der Haftanstalt Regensdorf, Zuerich, auf einer Schreibmaschine, aufgenommen im Mai 1993. (KEYSTONE/Str)
Spektakuläre Ausbrüche gibt es überall, und dies auch in der Schweiz, beziehungsweise Ostschweiz. Der aus Gossau stammende Walter Stürm ist schweizweit und auch über die Grenzen hinaus wegen seinen insgesamt acht schelmischen Ausbrüchen bekannt geworden.

Wenn ein Einbrecher, der es schafft, aus einem Gefängnis auszubrechen, auch noch eine freche Nachricht deponiert, und das die Öffentlichkeit noch mitkriegt, dann steht die Polizei ein bisschen blöd da. Als der Berufskriminelle Walter Stürm an Ostern 1981 aus der Strafanstalt Regensdorf ausbrach, hinterliess er einen Zettel mit den Worten „Bin beim Ostereier suchen, Stürm“.

Er sorgte mit dieser Nachricht für landesweite Belustigung und erschuf unter der Bevölkerung damit eine Art Robin Hood-Status. Es gab sogar Solidaritätskundgebungen für ihn.

Gegen 500 Personen haben am 16. Mai 1987 in Zürich an einer Solidaritätskundgebung für den in der Strafanstalt Regensdorf inhaftierten "Ausbrecherkönig" Walter Stürm teilgenommen und die Abschaffung der Einzelhaft gefordert. (KEYSTONE/Str)

Gegen 500 Personen haben am 16. Mai 1987 in Zuerich an einer Solidaritaetskundgebung fuer den in der Strafanstalt Regensdorf inhaftierten “Ausbrecherkoenig” Walter Stuerm teilgenommen und die Abschaffung der Einzelhaft gefordert. (KEYSTONE/Str)

Der Sohn eines Industriellen wurde 20jährig erstmals wegen des Verkaufs von gestohlenen Fahrzeugen verhaftet. Später folgten Einbrüche, Diebstähle und sogar Banküberfälle mit dem ebenfalls bekannten Ausbrecher Hugo Portmann u.a. im Kanton Thurgau. 1999 nahm er sich 57-jährig mit einem Kerichtsack das Leben. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt in Untersuchungshaft. (red)


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