Deutliches Ja für Bärenpark in Arosa

Bären sollen sich oberhalb von Arosa schon bald in einem Park wohl fühlen und Touristen anziehen.
Bären sollen sich oberhalb von Arosa schon bald in einem Park wohl fühlen und Touristen anziehen. © AP Photo/Mike Groll (ARchiv)
Mit 78 Prozent Ja hat die Bevölkerung von Arosa dem Projekt «Bärenpark» zugestimmt. Unterhalb der Mittelstation der Weisshornbahn in Arosa werden nun bald fünf Bären in einem Park eine neue Heimat finden.

«Wir waren schon im Vorfeld überrascht, weil keinerlei negative Stimmen aufgekommen sind. Das heutige Abstimmungsresultat mit 78 Prozent Ja-Stimmen ist sehr erfreulich», sagt Lorenzo Schmid, Gemeindepräsident Arosa.  Gemäss Schmid dürfte der Bärenpark bis spätestens Herbst 2018

Aroserinnen und Aroser genehmigten die für die Realisierung des «Bärenlandes» nötige Teilrevision der Ortsplanung mit einem Ja-Anteil von 78 Prozent (1079:304 Stimmen) bei einer Stimmbeteiligung von 62 Prozent. Die Revision enthält eine Anpassung des Zonenplanes und des Baugesetzes.

So gross wie dreieinhalb Fussballplätze

Etwa so gross wie dreieinhalb Fussballplätze  soll der Park für fünf verwahrloste Bären aus Südwest-Europa werden. Der Gemeinderat in Arosa hat dem Projekt ohne Gegenstimme zugestimmt nun hat auch die Bevölkerung mit 78 Prozent zugestimmt.

Kosten dürfte der Bärenpark die Gemeinde eigentlich nur die Umzonung, denn finanziert wird sowohl der Bau als auch der Betrieb des Parkes von Tierschutzorganisationen. Die Organisation «Vier Pfoten» wird die Hälfte der vier Millionen Franken berappen, zwei weitere übernehmen den Rest. Auch der Betrieb des Parkes, der jährlich 320 000 Franken kostet, wird von einer der Organisationen finanziert.

 

Für Tourismusdirektor Pascal Jenny ist klar: «Der Park könnte vor allem den Sommertourismus ankurbeln und zu einem Leuchtturm in der Region werden.» «Die Bären kommen aus Südwest-Europa aus erbärmlichen Verhältnissen. Doch in der Natur lernen sie gewöhnlich sehr schnell wieder sich artgerecht zu Verhalten», sagt Hans Schmid, Agronom und Biologe gegenüber der Südostschweiz im Vorfeld der Abstimmung.

 

(red.)

 


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