Die Aussenseiter klopfen an die Tür zur Champions League an

Fabian Lustenberger (links) kämpft mit Hertha Berlin um die Teilnahme in der Champions League
Fabian Lustenberger (links) kämpft mit Hertha Berlin um die Teilnahme in der Champions League © KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN
In mehreren europäischen Top-Ligen verspricht der Kampf um die Champions-League-Plätze mehr Spannung als das Titelrennen. Aussenseiter machen sich Hoffnungen auf die Teilnahme an der Königsklasse.

Leicester City, West Ham United, Mainz, Hertha Berlin, Nice, Rennes oder Nantes haben eines gemeinsam: Als Aussenseiter oder Abstiegskandidaten waren sie alle in die Saison gestartet, nun liebäugeln sie sogar mit der Teilnahme an der lukrativen Champions League.

Hertha Berlin mit den Schweizern Fabian Lustenberger und Valentin Stocker hatte in der letzten Saison bis am letzten Spieltag gegen den Abstieg gekämpft, acht Runden vor Schluss könnten die Berliner mit einem Heimsieg am Samstag gegen Ingolstadt Platz 3 in der Tabelle weiter festigen. “Natürlich, wenn wir oben sind, haben wir Selbstvertrauen. Wir wollen es durchziehen und nicht irgendwie hochnäsig sein”, sagte Pal Dardai, der Baumeister des Erfolgs, der unter der Woche seinen 40. Geburtstag feierte. Mit dem von Martin Schmidt trainierten Mainz, das in Bremen gastiert, kämpft ein weiterer Aussenseiter um einen der vier begehrten Plätze in der Bundesliga.

In England darf sich neben dem Sensationsleader Leicester City mit West Ham United ein zweiter Underdog Hoffnungen auf die Champions League machen. Die fünftplatzierten “Hammers” reisen am Samstag an die Stamford Bridge zum Derby gegen Chelsea, das erstmals seit 13 Jahren die Königsklasse verpassen wird. Neben den “Blues” droht Manchester United einem weiteren Premier-League-Riesen, das Rendez-vous der besten europäischen Teams in der nächsten Saison zu verpassen. Nach dem Ausscheiden in der Europa League gegen Liverpool steht die Mannschaft und besonders Trainer Louis van Gaal im Derby am Sonntag auswärts gegen Manchester City enorm unter Druck. Verliert ManU, wächst der Rückstand auf Platz vier auf mindestens fünf Punkte an.

In Frankreich dürfen sich hinter Meister PSG und Monaco ein halbes Dutzend Teams Hoffnungen auf Platz 3 machen. Mittendrin befindet sich auch Rennes mit dem Schweizer Internationalen Gelson Fernandes sowie mit Nice, Nantes und Caen auch drei Teams, die in der letzten Saison noch in der zweiten Tabellenhälfte klassiert waren. In der 31. Runde kommt es zwischen Lyon und Nantes zu einem Duell zweier direkten Kontrahenten.

Auch in Italien steht der Kampf um Platz 3 im Fokus des 30. Spieltags, an dem am Samstag die AS Roma im Olimpico Inter Mailand empfängt. Die Mailänder sind unter Zugzwang, liegen sich doch in der Tabelle fünf Punkte hinter dem Team von Luciano Spalletti, das die letzten acht Serie-A-Spiele gewonnen hat. Die vom früheren FCB-Trainer Paulo Sousa trainierte Fiorentina, die punktgleich mit Inter auf Rang 4 liegt, gastiert am Sonntag beim Abstiegskandidaten Frosinone.

In Spanien sind die ersten drei Plätze, die zum direkten Einzug in die Champions League berechtigen, an den FC Barcelona, Atletico Madrid und Real Madrid so gut wie vergeben. Um Platz 4 kämpfen Villarreal, der FC Sevilla sowie Athletic Bilbao, die alle auch noch die Möglichkeit haben, mit dem Gewinn der Europa League, sich für die Königsklasse zu qualifizieren. Villarreal empfängt am Sonntag den FC Barcelona, der FC Sevilla gastiert drei Tage nach dem 3:0-Sieg gegen Basel im Bernabeu in Madrid bei Real.

(SDA)


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