Die HSG sagt den Ausgang der Bundesliga voraus

Pflicht erfüllt, Weissbier kalt gestellt, Bayern wird Meister.
Pflicht erfüllt, Weissbier kalt gestellt, Bayern wird Meister. © EPA/Marc Müller/Keystone
An der Uni St.Gallen beschäftigt man sich auch mit Fussball. So haben Forschende der HSG den Endspurt der Bundesliga-Saison vorhergesagt. Wer steigt ab? Und wer qualifiziert sich für die Champions League?

Ab heute publizieren die HSG-Forscher vor jedem Spieltag ihre Prognosen für den Ausgang der Partien. Und passen nach jeder Runde ihre Vorhersage für die Schlusstabelle an. Das sieht dann so aus:

HSG

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“Hauptziel ist es, die Abschlusstabelle einer Bundesliga-Saison zu prognostizieren”, schreibt die Forschungsgruppe Sportökonomie an der Universität St.Gallen. Die Spielausgänge jedes Spieltags sei deshalb nur “ein Nebenprodukt”.

Für die laufende Saison braucht es jedoch keine Forscher, um den Meister (Bayern München) und den Vizemeister (Borussia Dortmund) vorauszusehen. Spannender werden die restlichen Champions-League-Plätze. “Noch können sich sechs Mannschaften berechtigte Hoffnungen machen”, schreibt die HSG.

Auch der Abstiegskampf ist spannend. Nebst dem “ziemlich sicheren” Abstieg von Hannover 96 müssen noch fünf Mannschaften zittern.

Positive und negative Überraschungen

Ebenfalls spannend sind die Entwicklungen der Mannschaften innerhalb einer Saison. Hertha BSC hat die Forscher positiv überrascht: Vor der Saison hatten die Berliner laut Prognose am 27. Spieltag 28 Punkte auf dem Konto. Nun sind es sogar 48. Negativ überrascht haben Wolfsburg und Hannover, die 14 und 12 Punkte weniger haben, als im Modell vorhergesehen.

So funktioniert das Modell

Für die Prognose greifen die Forscher auf Daten zurück, die unter anderem frühere Spielergebnisse und Spielweisen, das aktuelle Kader, das Umfeld und den Spielplan der aktuellen Saison beinhalten. Dass nicht immer die Favoriten gewinnen, macht eine solche Prognose natürlich nicht absolut zuverlässig. Mit vielen tausend Simulationen soll die Treffsicherheit jedoch massiv verbessert werden.

Natürlich hat die ganze Sache auch einen wirtschaftlichen Hintergrund, schliesslich sprechen wir hier von der HSG. Die Forschungsgruppe Sportökonomie will die neusten statistischen Methoden einem Test unterziehen. Sollte sich diese Methode des sogenannten “Machine Learnings” bewähren, könnte sie bei der Analyse wirtschaftspolitischer Fragen zum Einsatz kommen.

(pd/rr)


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