Die Hühner müssen sterben

In Happerswil wurden 150 Hühner im Wald ausgesetzt.
In Happerswil wurden 150 Hühner im Wald ausgesetzt. © Kapo TG
Die 150 Hühner, welche vergangene Woche an einem Waldrand bei Happerswil ausgesetzt wurden, können nicht gerettet werden. Aufgrund der Auflagen des Veterinäramtes gibt der Thurgauer Tierschützer Reinhold Zepf auf.

Update 24.10.2015: Der junge Mann, der sich in Haft befindet, soll nicht zum ersten Mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten sein. Wie Blick am Abend berichtet, sind wegen Drogen und Körperverletzung andere Verfahren hängig. Gewalt liege in der Familie. Der Vater des Hühnerhalters war als 6-Franken-Killer bekannt. Nachdem sich sein Sohn 2008 mit einem anderen Jugendlichen um sechs Franken gestritten hatte, griff der Vater zur Waffe und richtete den jungen Mann mit einem gezielten Kopfschuss.

Das Veterinäramt verbiete dem Tierschutzverband, die Hühner an Dritte weiterzugeben, sagt Zepf der Thurgauer Zeitung. Dem Tierschutzverband sei aus Platzgründen nicht möglich, die Tiere langfristig zu halten. Das Veterinäramt verlange ausserdem, dass die Hühner nach ihrem Tod in einer Tiefkühlanlage aufbewahrt werden müssen. Auch dies könne er logistisch nicht erfüllen, sagt Zepf weiter.

In einem Schreiben an das Veterinäramt teilt der Tierschützer deshalb heute mit, unter diesen Umständen nicht weiter für die Hühner sorgen zu können. “Nun muss ich mich der grausamen Staatsmacht beugen”, sagt Zepf gegenüber der Thurgauer Zeitung. Zepf spricht von Bürokratie und Schikane. “Deshalb gebe ich die Tiere wieder ab”, sagt er. Das dürfte für die Hühner das Todesurteil bedeuten.

Der junge Mann, welcher die Hühner ausgesetzt hat, ist vergangenen Freitag in Haft genommen worden. Hier der Beitrag von TVO:


(red)


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