Schweizer Curler bescheidene Neunte

Für Sven Michel und seine Curler geht es um jeden einzelnen Sieg
Für Sven Michel und seine Curler geht es um jeden einzelnen Sieg © KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS
Die Schweizer Curler erfüllen ihre Erwartungen an der WM in Basel nicht. Nach den letzten Niederlagen gegen Norwegen (4:7) und Kanada (2:8) belegen sie mit 4:7 Siegen den 9. Platz unter den 12 Teams.

Für die Schweizer Meister Simon Gempeler, Enrico Pfister, Marc Pfister und Skip Sven Michel vom CC Adelboden hatte man die Qualifikation für die Playoffs der besten vier Teams nicht von Vornherein einrechnen können. Dafür war die gesamte Konkurrenz auf dem nicht einfach zu bespielenden Eis in der St. Jakobshalle zu stark und zu ausgeglichen. Das Abschneiden ist dennoch eine – zumindest leise – Enttäuschung.

Die Leistungen der gesamten WM-Woche mit lediglich vier Siegen aus den elf Round-Robin-Partien schlagen sich für Swiss Curling unmittelbar negativ nieder. In der Qualifikation für die Olympischen Spiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang bekommt der Schweizer Verband mit dem 9. Platz vorerst bescheidene vier Punkte. Die Rangpunkte der Weltmeisterschaft in Basel und der WM 2017 in Edmonton werden zusammengezählt. Danach bekommen die besten sieben Teams einen direkten Startplatz im Zehnerfeld der Winterspiele. Gastgeber Südkorea ist gesetzt. Die verbleibenden zwei Startplätze werden an einem separaten Qualifikationsturnier erst rund zwei Monate vor dem Olympiawettkampf ausgespielt.

Die Olympia-Qualifikation ist nicht an die einzelnen Teams gekoppelt. Vielmehr werden Quotenplätze für die jeweiligen Nationen verteilt. Letztlich bestimmen die Verbände, welches Team sie an das bedeutendste Turnier entsenden wollen.

Die Schweizer begannen den Match gegen die vom routinierten Thomas Ulsrud angeführten Norweger recht gut. Mit einem frühen Zweierhaus gingen sie 2:1 in Führung. Die Skandinavier, Weltmeister 2014, konterten jedoch mit einem Zweier und führten mit einem gestohlenen Zweierhaus zur 5:2-Führung noch vor der Pause die Vorentscheidung herbei. In der zweiten Spielhälfte kamen die Schweizer gegen die sich geschickte verteidigenden Norweger nie mehr heran.

Im Spiel gegen die von Kevin Koe, dem Weltmeister 2010, angeführten Kanadier gerieten die Schweizer durch ein Zweierhaus und einen gestohlenen Stein früh in Rückstand. Sie waren danach absolut chancenlos wie in keinem Match davor. Sie konnten den Gegner praktisch nie in Bedrängnis bringen.

(SDA)


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