Ein Sieg muss her für Atlético Madrid

Diego Costa und Antoine Griezmann werden womöglich in dieser Saison in der Champions League nicht zusammen stürmen können.
Diego Costa und Antoine Griezmann werden womöglich in dieser Saison in der Champions League nicht zusammen stürmen können. © Keystone/EPA/Rodrigo Jimenez
Atlético Madrid braucht in der Champions League gegen die AS Roma einen Sieg, um weiter auf die Achtelfinal-Qualifikation hoffen zu können. Die Madrilenen sind aber auf Schützenhilfe angewiesen.

Nur eine Niederlage und zehn Gegentore in 17 Pflichtspielen, die Bilanz von Atlético Madrid in dieser Saison liest sich nicht schlecht – und trotzdem durchläuft die Mannschaft von Diego Simeone eine sportliche Krise. In der Meisterschaft beträgt der Rückstand des Meisters von 2014 auf Leader Barcelona bereits zehn Punkte, in der Champions League droht dem Finalisten von 2014 und 2016 nach den beiden Unentschieden gegen Karabach das vorzeitige Aus – und dies ausgerechnet, nachdem im September das neue Stadion Metropolitano eröffnet worden war.

Das grosse Problem bei Atlético ist der Angriff. Nur 16 Tore in zwölf Meisterschaftsspielen, nur zwei Treffer in vier Partien der Champions League. Das bislang einzige Tor eines Stürmers in der Königsklasse erzielte Antoine Griezmann – doch der Franzose steht sinnbildlich für die Krise. Aktuell ist er seit 723 Minuten ohne Tor, die grösste Durststrecke seit seiner Ankunft 2014. Im Winter erhält Griezmann zwar Unterstützung, wenn die bereits verpflichteten Diego Costa und Vitolo spielberechtigt sein werden, womöglich kommt diese aber zu spät. Verliert Karabach am Mittwoch zuhause gegen Chelsea und zum Abschluss in Rom, ist Atlético ausgeschieden.

Neben der AS Roma und Chelsea bietet sich Manchester United (Gruppe A) sowie Juventus Turin oder dem FC Barcelona im Direktduell in der Gruppe D die Chance, sich vorzeitig den Platz in den Achtelfinals zu sichern. Den Katalanen reicht ein Remis – was auch zum Gruppensieg reichen würde -, Juve braucht einen Sieg, um die K.o.-Phase zu erreichen. Für den italienischen Meister setzte es zuletzt bei Sampdoria Genua eine 2:3-Niederlage ab. Trainer Massimiliano Allegri schonte dabei Torhüter Gianluigi Buffon, der das Scheitern Italiens mental noch nicht verarbeitet haben soll. «Das Leben geht weiter, aber es braucht Zeit», erklärte Allegri.

Bereits entschieden ist die Gruppe B. Leader PSG weist mit vier Siegen und einem Torverhältnis von 17:0 eine makellose Bilanz auf und trifft zuhause auf Celtic Glasgow. Die Bayern peilen bei Anderlecht, das beim 0:3 im Hinspiel noch von René Weiler gecoacht worden war, die Fortsetzung ihres Laufs von acht Siegen unter Jupp Heynckes an. «Wir wollen im Flow bleiben», sagte Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge.

(SDA)


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