Eine Beachhalle für die Ostschweiz

Sascha Heyer an den Olympischen Sommerspielen in London. (Archiv)
Sascha Heyer an den Olympischen Sommerspielen in London. (Archiv) © AP Photo/Dave Martin
Eine Gruppe um den einstigen Vize-Weltmeister im Beachvolleyball, Sascha Heyer, plant in Frauenfeld eine riesige Indoor-Beachhalle. Im Winter 18/19 könnte der Beach-Tempel eröffnet werden. Zu viel wollen die Verantwortlichen aber noch nicht verraten.

Wenn die Beachvolleybälle in der Schweiz durch die Luft fliegen, dann ist der Sommer definitiv da. Viele freuen sich momentan darauf, den ersten Fuss in den heissen Sand zu setzen und die Schweissperlen im klebrigen Sand-Nacken zu spüren. Zukünftig soll das im Thurgau nicht nur draussen, sondern auch drinnen in einer Dreifachhalle möglich sein. Ein «Beachhouse» ist in Frauenfeld in Planung.

Einzigartig in der Schweiz

Tennishallen, Fussballhallen und Kletterhallen findet man an jedem Eck in der Schweiz. Eine dreifache Beachvolleyballhalle – wie sie in Frauenfeld geplant ist – gibt es zurzeit nur in Bern und in Einsiedeln. «Diese zwei Hallen bieten nur Beachfelder. Das ‘Beachhouse’ in Frauenfeld wird schweizweit einzigartig, weil es auch das Drumherum gibt», sagt Sascha Heyer. Die Halle soll beachbegeisterte aus der ganzen Ostschweiz anziehen.

Drei Beachfelder in einer Halle, ein Restaurant, ein Fitnessbereich, Unterkunftsmöglichkeiten und allenfalls einen Wellnessbereich soll das «Beachhouse» in Frauenfeld beinhalten. Auch andere Sportarten als nur Volleyball, wie zum Beispiel Beachsoccer oder Beachhandball, könnten im «Beachhouse» in Frauenfeld Platz finden. Das genaue Konzept wird nächsten Donnerstag präsentiert, eröffnet könnte die Halle bereits im Winter 18/19 werden.

Beachvolleyball auch im Winter

Ziel der Beachhalle soll sein, dass Talente und Breitensportler das ganze Jahr über Beachvolleyball spielen können. «In der Schweiz dauert die Beachsaison etwa fünf Monate, die restliche Zeit müssen Beachvolleyballer in einer Halle trainieren oder auf andere Möglichkeiten ausweichen», sagt der ehemalige Profi Sascha Heyer.

Im «Beachhouse» könnten Sportler das ganze Jahr über mit Sand unter den Füssen ihrer Leidenschaft nachgehen. Im Sommer dient die Beachhalle eher als Ergänzung. «Familien und Hobbysportler wollen dann eher an den See zum Spielen und die Sonne geniessen. Im «Beachhouse» hat man dafür alles beieinander, es gibt saubere Duschen, einen Fitnessraum und ein Restaurant», sagt Heyer.

Keine Konkurrenz zu Amriswil und der NET

Der Thurgau ist, was die Förderung von Volleyballtalenten angeht, bereits gut gerüstet. In Amriswil steht eine Volleyballschule, die Sportschule Net in Kreuzlingen nimmt diverse Nachwuchstalente auf, um ihnen ein Training neben der Schule zu ermöglichen. Konkurrenz zu diesen Angeboten soll das «Beachhouse» nicht sein, im Gegenteil. «In Amriswil wird Hallenvolleyball gelehrt. Wir sind in engem Kontakt mit den dortigen Verantwortlichen und streben eine Zusammenarbeit an. Auch die Net stellt für uns vielmehr ein Partner als ein Gegner dar», so Heyer.

(enf)


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