Eiskaltes Lugano schafft Break

Die Tessiner jubeln über den deutlichen Auswärtssieg in Genf
Die Tessiner jubeln über den deutlichen Auswärtssieg in Genf © KEYSTONE/MARTIAL TREZZINI
Lugano schafft im Playoff-Halbfinal gegen Genève-Servette gleich bei erster Gelegenheit das Break. Das Team von Doug Shedden siegt 5:0 und führt in der Best-of-7-Serie 1:0.

Die heimstarken Genfer gingen die Partie wie erwartet sehr aggressiv an und versuchten die Luganesi mit kernigen Checks einzuschüchtern – schon vor dem Anpfiff hatte es Scharmützel gegeben. Dies zeigte bei den Bianconeri jedoch keine Wirkung. Sie liessen Servette kommen und setzten auf schnelles Transition-Spiel. Bereits nach 57 Sekunden jubelten die Gäste dank Linus Klasen erstmals. Der schwedische PostFinance-Topskorer profitierte von einem Missverständnis bei den Genfern und erzielte nach sechs Assists seinen ersten Treffer in diesen Playoffs.

In der 15. Minute erhöhte Tony Martensson nach einem herrlichen Konter auf Vorarbeit von Damien Brunner auf 2:0. Der Schwede hatte schon beim 4:0 in der Serie gegen Zug dreimal getroffen. Auch das 3:0 1,2 Sekunden vor der zweiten Pause fiel nach einem Gegenstoss. Verteidiger Philippe Furrer passte aus dem eigenen Drittel zu Klasen, der alleine auf Servettes Goalie Robert Mayer loszog und diesen mit einem Backhand-Schuss in der nahen Ecke bezwang. Der Tiefpunkt auf Genfer Sicht war aber das 0:4 (49.), als Mayer in Überzahl den Puck auf den Stock von Julien Walker servierte, der sich nicht zweimal bitten liessen. Auch das 5:0 von Giovanni Morini (60.) war ein Shorthander.

Die Genfer machten zwar mehr fürs Spiel, sie taten sich gegen die leidenschaftlich kämpfenden Tessiner jedoch äusserst schwer. Zudem fehlte es den Gastgebern, die im Viertelfinal gegen Fribourg noch mit ihrer Effizienz beeindruckt hatten, an der nötigen Präzision oder wurden die Schüsse geblockt. In der 34. Minute beispielsweise schoss Kevin Romy alleine vor Luganos Goalie Elvis Merzlikins daneben. Merzlikins zeigte allerdings auch eine starke Leistung, strahlte eine enorme Sicherheit aus. In der 8. Minute stürmte er aus dem Tor und rettete spektakulär gegen Romy, der ansonsten alleine auf ihn hätte losziehen können. Dabei prallte er mit Matt D’Agostini zusammen, worauf er kurzzeitig durch Daniel Manzato ersetzt werden musste. In der 14. Minute kehrte der lettische Keeper dann allerdings aufs Eis zurück.

Den Genfern gelang erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum kein Treffer. Überhaupt verloren sie zu Hause erst zum sechsten Mal in der laufenden Spielzeit. Da auch Lugano in der heimischen Resega (ebenfalls erst sechs Niederlagen) nur sehr schwer zu bezwingen ist, könnte das Break Gold wert sein. Allerdings schied bei Lugano in der 17. Minute Verteidiger Julien Vauclair nach einem Check von Jim Slater verletzt aus. Slater musste daraufhin vorzeitig unter die Dusche.

Genève-Servette – Lugano 0:5 (0:2, 0:1, 0:2)

6662 Zuschauer. – SR Vinnerborg/Wiegand, Kovacs/Tscherrig. – Tore: 1. (0:57) Klasen 0:1 15. Martensson (Brunner, Klasen) 0:2. 40. (39:59) Klasen (Furrer) 0:3. 49. Walker (Ausschluss Ulmer!) 0:4. 60. Morini (Ausschluss Stapleton!) 0:5. – Strafen: 6mal 2 plus 5 Minuten (Slater) plus Spieldauer (Slater) gegen Genève-Servette, 9mal 2 plus 10 Minuten (Lapierre) gegen Lugano. – PostFinance-Topskorer: D’Agostini; Klasen.

Genève-Servette: Mayer/Giovannini (ab 49.); Antonietti, Bezina; Fransson, Vukovic; Loeffel, Mercier; Iglesias; Jacquemet, Slater, Rod; Simek, Lombardi, Pedretti; D’Agostini, Romy, Rubin; Traber, Kast, Gerber; Douay.

Lugano: Merzlikins/Manzato (8. bis 14.); Chiesa, Furrer; Hirschi, Kparghai; Ulmer, Vauclair; Walker, Sannitz, Lapierre; Brunner, Martensson, Klasen; Bertaggia, Stapleton, Hofmann; Fazzini, Morini, Reuille; Kostner.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Pyatt (überzähliger Ausländer), Almond, Bays, Riat und Wick. Lugano ohne Pettersson, Steinmann und Kienzle (alle verletzt). – 17. Vauclair verletzt ausgeschieden. – Timeout Genève-Servette (33.).

(SDA)


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