Erneut gewaltsame Proteste bei Wahlkampfveranstaltung von Trump

Keine Freunde von Trump: Demonstranten versammeln sich im kalifornischen Burlingame gegen den Präsidentschaftsanwärter.
Keine Freunde von Trump: Demonstranten versammeln sich im kalifornischen Burlingame gegen den Präsidentschaftsanwärter. © KEYSTONE/EPA/JOHN G. MABANGLO
Bei einem Wahlkampfauftritt des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump im US-Bundesstaat Kalifornien ist es erneut zu gewaltsamen Protesten gekommen. Mehrere hundert Demonstranten lieferten sich am Freitag Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Nach Polizeiangaben wurden fünf Demonstranten festgenommen, mehrere Menschen wurden leicht verletzt. Angesichts der Proteste in Burlingame nahe des Flughafens von San Francisco musste der umstrittene Milliardär den Hintereingang nehmen.

Die Demonstranten bewarfen die Polizisten unter anderem mit Eiern. Einige Trump-Gegner versuchten zudem, Absperrungen der Polizei zu durchbrechen, die vor dem Hyatt Regency Hotel aufgebaut waren, in dem Trump auftreten sollte. Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften wie “Kein Hass, kein Rassismus, kein Trump” oder “Trump ist der moderne Hitler” hoch.

Einige der Demonstranten schwenkten zudem mexikanische Flaggen. Trump, der das Kandidatenfeld bei den Republikanern mit grossem Vorsprung anführt, hat mexikanische Einwanderer als Vergewaltiger und Kriminelle bezeichnet. Eines seiner zentralen Wahlversprechen ist der Bau einer Mauer an der Südgrenze der USA.

Angesichts der Proteste musste Trump aus seiner Wagenkolonne aussteigen und unter massivem Polizeischutz zu Fuss den Hintereingang nehmen. Er sei schon leichter zu einem Auftritt gekommen, scherzte Trump vor seinen Anhängern in dem Hotel. “Es fühlte sich so an, als würde ich eine Grenze überqueren.” Nach seiner Rede, die ohne Zwischenfälle verlief, wurde Trump von der Polizei wieder über den Hintereingang aus dem Gebäude geleitet.

Trumps Wahlkampf wird seit geraumer Zeit von wütenden Protesten und Prügeleien überschattet. Immer wieder liefern sich Gegner des populistischen Bewerbers auch Auseinandersetzungen mit der Polizei. Erst am Donnerstag waren in Costa Mesa in Kalifornien etwa 20 Teilnehmer eine Anti-Trump-Demonstration festgenommen worden. Hunderte Menschen hatten sich dabei ebenfalls gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert.

Ein Sieg bei der Vorwahl im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien ist für Trump von zentraler Bedeutung. Dort stellt sich bei der letzten Vorwahlrunde am 7. Juni heraus, ob er vor dem Nominierungsparteitag der Republikaner im Juli die für die Nominierung als Präsidentschaftskandidat notwendigen 1237 Delegierten zusammenbekommt oder nicht. In Kalifornien werden insgesamt 172 Delegiertenstimmen vergeben.

(SDA)


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